Die Scanner kommen – noch in diesem Jahr

Das sie kommen, steht fest. Sie sind nicht unumstritten - die Nacktscanner. Eine gute Nachricht für die Gegner: Die Bundespolizei bastelt an einem Modell, das nicht ganz so nackt macht.
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Nacktscanner kommen dieses Jahr zum Einsatz
dpa Nacktscanner kommen dieses Jahr zum Einsatz

BERLIN - Das sie kommen, steht fest. Sie sind nicht unumstritten - die Nacktscanner. Eine gute Nachricht für die Gegner: Die Bundespolizei bastelt an einem Modell, das nicht ganz so nackt macht.

Die umstrittenen Körperscanner kommen voraussichtlich schneller als gedacht – vermutlich werden sie noch dieses Jahr flächendeckend an deutschen Flughäfen eingeführt. Dabei soll ein Modell verwendet werden, das die Bundespolizei entwickelt hat und den Passagier nicht ganz so nackt zeigt wie die bisher bekannten Geräte. Großbritannien plant Ähnliches.

„Nach meiner Einschätzung werden wir in einem halben Jahr mit Testversuchen auf deutschen Flughäfen beginnen“, so Wolfgang Bosbach (CDU), Chef des Bundestags-Innenausschusses. „Wenn alles glatt läuft, könnten wir ein paar Monate später mit dem Normalbetrieb beginnen.“

Dabei geht es um einen Ganzkörperscanner, der in der Bundespolizeiakademie in Lübeck entwickelt wurde – eine Modifikation der Nacktscanner. Das Gerät pixelt die Intimbereiche der Personen. „Die Technik besteht darin, die körperlichen Strukturen so zu verunklaren, dass man nur eine Art Strichmännchen sieht“, so Innenminister Thomas de Maizière. Das Gerät soll im Januar im Innenministerium erstmals vorgeführt werden.

Auch Forschungsministerin Annette Schavan sagte, sie sei zuversichtlich, dass man im Sommer „die neue Generation von Körperscannern“ vorstellen könne. Die Gewerkschaft der Polizei warb für den Einsatz der Geräte. „Wir weisen seit Jahren immer wieder darauf hin, dass es Sicherheitsmängel gibt“, so ihr Chef Konrad Freiberg. Bei Tests, in denen Polizisten versucht hätten, ihre Waffen einzuschmuggeln, „gab es leider Erfolgsquoten von 30 Prozent“.

Die Kritik an den Scannern bleibt aber massiv. Vor allem Datenschützer laufen Sturm, aber auch polizeiliche Experten bezweifeln die Wirksamkeit solcher Geräte.

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