DGB-Chefin Fahimi: Ausspruch von Merz war frech

Vor gut einem Monat kassierte Bundeskanzler Merz während seines Auftritts beim DGB-Kongress Pfiffe und Buhrufe. Die Vorsitzende des Gewerkschaftsbunds kann die Reaktion der Delegierten nachvollziehen.
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Fahimi rechtfertigt die Buhrufe und Pfiffe gegen Merz (Archivbild)
Fahimi rechtfertigt die Buhrufe und Pfiffe gegen Merz (Archivbild) © Bernd von Jutrczenka/dpa
Berlin

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, findet die Pfiffe und Buhrufe gegen Bundeskanzler Friedrich Merz beim DGB-Kongress im Mai nachvollziehbar. Es sei nicht klug von Merz gewesen, den Menschen "einfach nur vor den Latz zu knallen: "Es wird zukünftig weniger geben und das ist ein Naturgesetz und ihr habt Mathematik nicht verstanden"", sagte die frühere SPD-Politikerin im Podcast "Ronzheimer". Die Einlassung des Kanzlers sei "ehrlich gesagt auch ein ganz schön frecher Ausspruch, wo man sich dann nicht wundern muss, wenn es mal zwischendurch eine Reaktion aus dem Publikum gibt".

Merz hatte am 12. Mai in der ersten Rede eines CDU-Kanzlers auf einem DGB-Bundeskongress seit acht Jahren für tiefgreifende Sozialreformen geworben und Pfiffe und Buhrufe aus den Reihen der Delegierten kassiert. Die im Sommer bevorstehende Rentenreform bezeichnete er als das "härteste Brett" der schwarz-roten Koalition. "Das alles ist keine Bösartigkeit von mir oder von der Bundesregierung", betonte er. "Das ist Demografie und Mathematik. Es übersteigt ganz einfach die Kräfte von zwei Beitragszahlern, wenn sie in Zukunft eine Person in der Rente finanzieren sollen."

Regierungssprecher Stefan Kornelius hatte die negativen Reaktionen während der Rede von Merz (CDU) beim DGB-Kongress angesichts der krisenhaften Lage im Land und Verunsicherung vieler Menschen als menschlich bezeichnet.

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