Deutschlands First Lady Bettina Wulff: Blondine mit Stil

52 Prozent der Deutschen finden, dass Bettina Wulff, die Frau des Bundespräsidenten, eine gute Figur macht. Bei ihr zählt vor allem, was sie trägt. Eine modische Annäherung an die First Lady.
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Die First Lady: Bettina Wulff mit dem Bundespräsidenten
Gabo Ggentur Focus / dpa report Die First Lady: Bettina Wulff mit dem Bundespräsidenten

52 Prozent der Deutschen finden, dass Bettina Wulff, die Frau des Bundespräsidenten, eine gute Figur macht. Bei ihr zählt vor allem, was sie trägt. Eine modische Annäherung an die First Lady.

Moskau, Sightseeing am Roten Platz, Regen. Bettina Wulff trägt einen knielangen grauen Mantel und schwarze Stiefel. Moskau, Staatsempfang im Kreml beim russischen Präsidentenpaar. Sind das derselbe Mantel und dieselben Stiefel? Schick sieht es aus, ja. Aber passt es zum einen Termin genauso gut wie zum anderen?

Staatstragend ist das nicht, lästerten manche. Andere fanden’s erfrischend unangepasst, attestierten einen Look zwischen Lady und Lena Meyer-Landrut. Fest steht: Für Bettina Wulff sind es die ersten Schritte auf internationalem Parkett – und diese werden besonders akribisch beäugt. Denn seit dem 30. Juni, dem Tag, an dem ihr Mann zum Bundespräsidenten gewählt wurde, gelten für die zweifache Mutter aus Großburgwedel auch in Sachen Kleidung neue Maßstäbe.

Früher mag das anders gewesen sein. Da gab es aber auch noch keine Carla Bruni, keine Michelle Obama und keine Samantha Cameron (s. Kasten). Sie alle sind weit mehr als Präsidentengattinnen, gelten als Stil-Ikonen. Bekommt jetzt auch Deutschland seinen Bettina-Wulff-Look? Immerhin, manche nannten die groß gewachsene Blondine mit den braunen Augen, die am 25. Oktober ihren 37. Geburtstag gefeiert hat, schon „die deutsche Carla Bruni“.

Einen Vorgeschmack auf den Wulff’schen Stil bekam man zwei Tage nach der Bundespräsidentenwahl, beim Sommerfest in Schloss Bellevue. Die neue Hausherrin erschien lächelnd in einem grünen Satinkleid von Sonja Kiefer, das schmeichelt ihrer schmalen Silhouette. Kleiner Stilbruch: Statt Stilettos oder Ballerinas à la Bruni trug sie ein Paar ziemlich unspektakuläre Schuhe in lila-weiß mit Holzabsatz. Elegant trifft praktisch. Immerhin: So spazierte sie recht mühelos mit ihren beiden Söhnen Leander und Linus über den Rasen.

Dann kam Moskau und der vermeintliche Mantel-Fehltritt. Doch auch die sonst so stilsichere Gastgeberin Swetlana „The Medwedjewa“ trug ihren Teil dazu bei, dass das Treffen ein bisschen zu „Babuschka meets Käthe Kruse“ geriet. „Omahaft“, urteilten Stil-Kritiker. Am Ende bleibt ein Foto, das einer gewissen Heiterkeit nicht entbehrt – mit einer zweifelnd blickenden Deutschen, die sich zu denken scheint: „Wo bin ich hier denn reingeraten?“

Der Türkei-Besuch, mitten in der Zeit, in der Deutschland über Integration debattiert, erforderte viel politisches Feingefühl – und Modebewusstsein: Bettina Wulff entschied sich für einen Mix aus Eleganz und Schlichtheit, trug an zwei Tagen ein graues Etuikleid aus Satin mit passendem Baumwoll-Satin-Bolero und verschleierte bei Bedarf ihr Haupt mit einem Pashmina-Schal. Verdeckt war auch ihr Oberarm-Tattoo beim Staatsbankett – die kreisrunde Ornament-Jugendsünde blieb verborgen unter einem flammend roten Satinschal.

Etuikleider aus Satin, Boleros und elegante Pumps: Die Türkei-Ensembles haben gute Chancen, in Wulffs Auswahl von Lieblingsstücken zu wandern. Darunter das rote Ballkleid, mit dem sie im September in die Schweiz reiste – das hatte sie schon im Januar 2007 beim Landespresseball Niedersachsen an. Wulff ist Wiederholungstäterin. Und sie ist sich nicht zu schade, dieselbe Kleidung zu verschiedenen Anlässen zu tragen. Das macht sie sympathisch. Auch das Voraussetzung, um in Zukunft modisch Akzente zu setzen. Diese Woche sagt eine Umfrage: 52 Prozent der Deutschen finden, dass sie eine gute Figur macht. V. Assmann

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