Deutlich weniger Menschen beantragen in Deutschland Asyl

In Europa kommen seit dem vergangenen Jahr weniger Asylsuchende an. Auch in Deutschland ist die Zahl derjenigen, die neu Schutz beantragen, im ersten Halbjahr gesunken.
dpa |
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Die Zahl der Asylerstanträge war im ersten Halbjahr dieses Jahres deutlich niedriger als im Vorjahreszeitraum. (Symbolbild)
Die Zahl der Asylerstanträge war im ersten Halbjahr dieses Jahres deutlich niedriger als im Vorjahreszeitraum. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa
Berlin

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben viel weniger Menschen einen Asylantrag gestellt als im Vorjahreszeitraum. Nach Informationen aus dem Bundesinnenministerium beantragten im ersten Halbjahr 39.646 Menschen erstmals Schutz in Deutschland. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres nahm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 61.336 Asylerstanträge entgegen. Das waren damals ungefähr halb so viele Erstanträge wie im ersten Halbjahr 2024, als rund 121.000 Asylerstanträge gestellt worden waren.

Am 12. Juni tritt die europäische Asylreform in Kraft. Darüber war jahrelang verhandelt worden. Die EU-Staaten hatten sich in den vergangenen Monaten noch auf zusätzliche verschärfte Regeln geeinigt. Dazu zählt etwa, dass EU-Staaten Menschen einfacher in Drittstaaten abschieben können, zu denen diese keinerlei Verbindung haben. 

Zurückweisung von Asylsuchenden seit Mai 2025

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte nach seinem Amtsantritt im April 2025 eine Intensivierung der Grenzkontrollen verfügt. Außerdem wies er die Bundespolizei an, auch Asylbewerber zurückzuweisen - mit Ausnahme von Kranken, Schwangeren und anderen Menschen, die besonderer Hilfe bedürfen. 

Laut Ministerium wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 14.270 Menschen an den deutschen Grenzen zurückgewiesen beziehungsweise zurückgeschoben. Den Angaben zufolge wurden im gleichen Zeitraum 494 mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die Polizei stellte demnach zudem 4.074 Menschen fest, gegen die ein offener Haftbefehl vorlag.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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