Update

"Debatte muss ein Ende haben": CDU-Größen stellen sich hinter Aigner

Ilse Aigner (CSU) bekommt Schützenhilfe aus dem Nachbarland: Die Landtagsfraktionen von CSU und CDU Baden-Württemberg wollen ihr politisches Gewicht bündeln, um die bayerische Landtagspräsidentin zur Bundespräsidentin zu machen. Warum Fraktionschef Klaus Holetschek Aigner als ideale Besetzung sieht. 
Ralf Müller |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
6  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, gratuliert Ilse Aigner im Jahr 2023 zu ihrer Wiederwahl zur Landtagspräsidentin. Wenn es nach ihm geht, soll sie nun Bundespräsidentin werden.
Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, gratuliert Ilse Aigner im Jahr 2023 zu ihrer Wiederwahl zur Landtagspräsidentin. Wenn es nach ihm geht, soll sie nun Bundespräsidentin werden. © Peter Kneffel

Auch aus der CDU Baden-Württembergs kommt Unterstützung für die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin. Er habe sich mit dem Vorsitzenden der CDU im baden-württembergischen Landtag Tobias Vogt auf dieses gemeinsame Ziel verständigt, sagte CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek nach einem Treffen mit der baden-württembergischen Unionsfraktionsspitze am Mittwoch in Stuttgart.

Klaus Holetschek, CSU-Fraktionsvorsitzender: Er ist pro Aigner.
Klaus Holetschek, CSU-Fraktionsvorsitzender: Er ist pro Aigner. © Daniel Vogl/dpa

Die Landtage wählen die Hälfte der Mitglieder der Bundesversammlung, die im Januar das Staatsoberhaupt bestimmt. Als Fraktionsvorsitzende von CSU und CDU gestalte man diese Entscheidung mit, erläuterte Holetschek. "Dafür bündeln wir als Südschiene von CDU und CSU das politische Gewicht unserer beiden Fraktionen – mit dem klaren Ziel, Ilse Aigner zur nächsten Bundespräsidentin zu wählen."

Holetschek über Aigner: "Sie trifft den richtigen Ton"

Ilse Aigner zeige, welche verbindende Kraft konservative Überzeugungen hätten, fügte Holetschek hinzu. Sie stehe für die Werte, welche die CSU mit der Schwesterpartei CDU verbänden: das christliche Menschenbild, Freiheit und persönliche Verantwortung, Heimatverbundenheit und Respekt vor Leistung.

Ilse Aigner (CSU), Präsidentin des Bayerischen Landtags, ist im Süden die große Favoritin auf das Bundespräsidenten-Amt.
Ilse Aigner (CSU), Präsidentin des Bayerischen Landtags, ist im Süden die große Favoritin auf das Bundespräsidenten-Amt. © Fabian Sommer/dpa

Aigner zeige als Präsidentin des Bayerischen Landtags, wie man mit klaren Überzeugungen Menschen über Parteigrenzen hinweg erreiche. "Sie trifft den richtigen Ton, ohne sich zu verbiegen", so Holetschek.

Dies mache Ilse Aigner "zu einer überzeugenden Kandidatin für das höchste Amt unseres Staates. Ihr trauen wir zu, unserem Land Orientierung und Halt zu geben", sagte der CSU-Fraktionschef.

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer ist auch für Aigner

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich klar für eine Kandidatur von Ilse Aigner (CSU) als Bundespräsidentin ausgesprochen. Die Debatte müsse ein Ende haben, sagte der CDU-Politiker in einer Mitteilung. "Ich gehe davon aus und wünsche mir, dass Ilse Aigner am Montag unsere gemeinsame Kandidatin der Union wird." 

"Ich gehe davon aus und wünsche mir, dass Ilse Aigner am Montag unsere gemeinsame Kandidatin der Union wird", sagt Kretschmer. (Archivbild)
"Ich gehe davon aus und wünsche mir, dass Ilse Aigner am Montag unsere gemeinsame Kandidatin der Union wird", sagt Kretschmer. (Archivbild) © Hendrik Schmidt/dpa

Zuvor hatte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) dem "stern" gesagt, Aigner habe "das Zeug zur Bundespräsidentin".

Parteichef Friedrich Merz (CDU) legte bereits fest, dass als Unionskandidatin eine Frau das höchste Amt in Deutschland übernehmen soll. Einen konkreten Namen nannte er bisher aber nicht. Eine Entscheidung wird für Anfang kommender Woche erwartet, wenn sich CDU-Präsidium und -Vorstand mit der Frage beschäftigen. Über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 30. Januar 2027 durch die Bundesversammlung entschieden. 

Aigner sollte auch breite Zustimmung über die Parteigrenzen hinweg erfahren, betonte Sachsens Regierungschef. Das Amt des Bundespräsidenten sei kein Gegenstand parteipolitischer Taktik. "Es geht um eine Persönlichkeit, die unser Land zusammenführen kann."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
  • Der wahre tscharlie vor einer Stunde / Bewertung:

    Also das mit der Ilse Aigner entwickelt sich regelrecht zu einem Hype.
    Will die CSU Frau Aigner jetzt ins Amt reden, oder wählen?
    Außerdem bin eh dafür, dass wir Bürger*innen unsere Bundespräsident*in wählen sollten. Schließlich vertritt sie nicht nur unser Land, sondern auch uns Bürger*innen.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • Kaiser Jannick vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Der wahre tscharlie

    Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt. Diese wird von der Präsidentin des Bundestages einberufen, sie besteht aus den Mitgliedern des Bundestages und einer gleichen Anzahl von Mitgliedern, die von den Volksvertretungen der Länder gewählt werden. Es ist ergo wie immer völlig unerheblich, was Sie wünschen, dasselbe gilt für das alberne "*".

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • Der wahre tscharlie vor 14 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Kaiser Jannick

    Schön erklärt, aber das weiß ich alles schon.
    Nochmal die Frage, warum soll sie nicht von der Bevölkerung gewählt werden?

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.