CSU-Parteitag: Merkels Fernbleiben ist fatales Signal

AZ-Redakteur Clemens Hagen über den Streit zwischen Seehofer und Merkel.
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Clemens Hagen über den Streit zwischen CDU und CSU.
dpa/Loeper Clemens Hagen über den Streit zwischen CDU und CSU.

Dass sich Geschwister streiten, ist unbestritten. Da machen die CSU und ihre große Schwester CDU keine Ausnahme – vor allem, wenn es um ihre Vorsitzenden geht. Strauß mochte Kohl nicht, Stoiber und später Seehofer die Merkel ebenso wenig. Das erstmalige Fernbleiben eines CDU-Chefs (bzw. einer Chefin) bei einem CSU-Parteitag ist jedoch ein fatales Signal. Für beide Seiten.

Eine souveräne CDU-Vorsitzende würde sich weder von Seehofers schulmeisterlicher Art im vorigen Jahr noch von ein paar – heuer möglicherweise zu erwartenden – Pfiffen, wenn’s wieder um Flüchtlingspolitik und Obergrenzen geht, davon abhalten lassen, eine Rede zu halten.

Und Seehofer? Der möchte Merkels Absenz keinesfalls als Triumph begreifen. Im Gegenteil. Mit dieser „einvernehmlichen“ Lösung rückt der CSU-Chef seine Partei nur weiter ins politische Abseits. Und er munitioniert diejenigen in Berlin auf, die den Freistaat eh für eine Art Wurmfortsatz der Republik halten. Das ist nicht nur abträglich fürs bayerische Selbstwertgefühl, sondern auch für den Einfluss der CSU bei der bevorstehenden Bundestagswahl.

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