Bundesregierung für mehr Lehrer mit Migrationshintergrund

In Berlin stellte Bundesinnenminister das "bundesweite Integrationsprogramm" vor. Die Regierung habe in der Vergangenheit das Problem "auf die leichte Schulter" genommen. Die Verbesserungsvorschläge ...
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Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (r.)
dpa Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (r.)

BERLIN - In Berlin stellte Bundesinnenminister das "bundesweite Integrationsprogramm" vor. Die Regierung habe in der Vergangenheit das Problem "auf die leichte Schulter" genommen. Die Verbesserungsvorschläge ...

Die Bundesregierung will die Integration von in Deutschland lebenden Ausländern verbessern. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) räumte ein, dass in der Vergangenheit Versäumnisse bei der Integration gegeben habe und das Problem teilweise "auf die leichte Schulter" genommen worden sei. Dies habe sich aber in den vergangenen Jahren auch dadurch geändert, dass sich die großen Volksparteien dem Thema angenommen hätten. De Maizière stellte am Mittwoch in Berlin das "bundesweite Integrationsprogramm" vor, das zuvor vom Kabinett gebilligt worden war.

Das Programm sieht unter anderem vor, künftig mehr Lehrer mit Migrationshintergrund einzustellen. Der Anteil integrationsunwilliger Migranten liegt nach Angaben de Maizières bei 10 bis 15 Prozent.

Mit Blick auf die umstrittenen Äußerungen von Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin betonte er, dass dies jedoch nicht nur Muslime betreffe. Die Frage, inwieweit die Religionszugehörigkeit Auswirkungen auf die Integration habe, sei noch nicht abschließend zu beantworten. Auch innerhalb der Islamkonferenz werde intensiv darüber diskutiert. Das Ergebnis vorwegzunehmen halte er für falsch. Er verwies zudem darauf, dass der größte Teil der Migranten aus aller Welt "außerordentlich integrationswillig" sei.

Das vorgestellte Programm leiste einen "Beitrag zur Sachlichkeit in der öffentlichen Debatte um Integration". Ziel von Integrationsförderung müsse sein, "Menschen mit Migrationshintergrund Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe am ökonomischen uns sozialen, kulturellen und politischen Leben zu ermöglichen". Zugleich stellte betonte er auch, das Integration nicht verordnet werden könne. Von allen Beteiligten seien Veränderungs- und Verantwortungsbereitschaft gefordert.

dapd

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