Bodo Ramelow warnt, den Osten als Kolonie zu betrachten

"Wenn man den Osten wie eine Kolonie betrachtet, baut sich ein risikoreiches Spannungsfeld auf", sagt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow im AZ-Interview.
| AZ/nk
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München - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow warnt im Interview mit der "Abendzeitung" vor einer Ausgrenzung der ostdeutschen Bundesländer. "Wir sind sehr, sehr gute Teilelieferanten, quasi das China des Westens. Jeder dritte Daimler kriegt seinen Motor aus Thüringen", so der Linken-Politiker.

Die Unternehmenssteuer fließe jedoch nach Stuttgart. Ramelow weiter: "Wenn man den Osten wie eine Kolonie betrachtet, baut sich ein risikoreiches Spannungsfeld auf." Für das Absacken seiner Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg macht Ramelow die Linke dort mitverantwortlich: "Die AfD bietet nichts als Empörung. Antwortet man darauf allein mit Empörung über die AfD, ist das kein überzeugendes Angebot."

Die Linke müsse deutlich machen, welchen "Gebrauchswert" sie habe. Als positives Beispiel nennt er Berlin, wo der Mietendeckel mit der Regierungsbeteiligung der Linken verbunden sei. Das Erstarken der AfD führt Ramelow auch auf die Ablehnung durch den Westen zurück. "Viele Jahre hat man unsere Partei immer dann gewählt, wenn wir aus Westdeutschland ausgegrenzt wurden. Immer dann, wenn Pfarrer Hintze die roten Socken in die Kameras gehalten hat, sind uns in Scharen die Wähler zugelaufen", sagt er im AZ-Interview.

Aktuell sei es so, dass die Politik immer nur über die AfD definiert werde und sie damit aufwerte.


Das ganze Interview lesen Sie morgen in der gedruckten Ausgabe der Abendzeitung und im Laufe des Tages auf az-online.de

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