Bartsch: Debatte über Spitzenkandidatur verfrüht

Der Vize-Fraktionschef der Linken, Dietmar Bartsch, hat die "permanente Personaldiskussion" in seiner Partei kritisiert.
| dpa
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Der Vize-Fraktionschef der Linken, Dietmar Bartsch, hat die "permanente Personaldiskussion" in seiner Partei kritisiert. Die Ankündigung von Fraktionschef Gregor Gysi, bei der Bundestagswahl wieder als Spitzenkandidat antreten zu wollen, sei verfrüht, sagte er im Deutschlandfunk.

Berlin - Entscheidungen treffe man dann, wenn sie anstünden. "Und diese Entscheidung steht jetzt nicht an."

Gysi hatte erklärt, bei der Bundestagswahl 2013 wieder als Spitzenkandidat antreten zu wollen. Er nehme an, auch der frühere Parteivorsitzende Oskar Lafontaine sei wieder zu einer Spitzenkandidatur bereit. Die beiden waren bereits zur Wahl 2009 gemeinsam in den Wahlkampf gezogen.

"Ich bin der Auffassung, dass die ständige mit uns selbst Beschäftigung uns nicht voranbringt. Wir müssen thematisch wieder in die Offensive kommen", sagte Bartsch, der selbst seine Kandidatur für den Parteivorsitz erklärt hat. Die Partei müsse sich auf ihre Inhalte konzentrieren. "Wir haben einen Parteitag in Göttingen vorzubereiten", mahnte Bartsch.

Auf dem Parteitag im Juni soll ein neues Führungsduo gewählt werden. Die Doppelspitze aus Gesine Lötzsch und Klaus Ernst stand wiederholt auch innerparteilich in der Kritik. Lötzsch will erneut für den Vorsitz antreten, Ernst hat sich noch nicht geäußert.

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