AZ-Kommentar: Draufgeklatscht!

Die FDP gibt sich eine weitere Parteifarbe: Magenta. Nicht nur AZ-Vize Timo Lokoschat erinnert das an die Telekom.
| Timo Lokoschat
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FDP-Chef Christian Lindner vor den neuen Parteifarben.
dpa/Daniel Naupold FDP-Chef Christian Lindner vor den neuen Parteifarben.

FDP-Lautsprecher Wolfgang Kubicki vergleicht das Umfärben seiner Partei mit dem Tapezieren einer Wohnung. Ein hübsches Bild. Doch wäre die FDP eine Wohnung, würde jeder kluge Hausbesitzer wohl eine andere Strategie favorisieren: Abriss und Wiederaufbau! Moderner, heller, wärmer.

Dass die FDP meint, es beim Draufklatschen einer neuen Tapete auf den baufälligen Putz belassen zu können statt eine Grundsanierung inklusive neu austarierter Statik in Angriff zu nehmen, spricht gegen die politischen Handwerker, die dort herumpfuschen.

Beglückwünschen kann man die zuständige Werbeagentur, die es geschafft hat, der inzwischen klammen Partei viel Geld für einen wirklich, nun ja, eigenwilligen Farbvorschlag abzuknöpfen: Magenta!

Wie die Telekom. Ein Konzern, mit dem Millionen Kunden zumindest zwiespältige Assoziationen verbinden, nicht selten an endlose Warteschleifen und Serviceprobleme denken. Das klingt tatsächlich stark nach FDP.

Droht der Partei bald ein ähnliches Schicksal wie den Telefonzellen? Sie wurden einst von Gelb in Magenta umgefärbt. Und waren dann irgendwann ganz verschwunden.

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