AZ-Interview mit Alexander Hold: "Ich traue mir alles zu - außer tanzen"

Alexander Hold aus Kempten ist Jurist und durch die Gerichtsshow "Richter Alexander Hold" auf Sat.1 bekannt. Der Abgeordnete der Freien Wähler wird als Kanidat für das Justizressort gehandelt – was er dazu sagt.
| Clemens Hagen
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Der 56-Jährige Allgäuer aus Kempten ist Jurist und durch die Gerichtsshow "Richter Alexander Hold" auf Sat.1 bekannt.
AZ Der 56-Jährige Allgäuer aus Kempten ist Jurist und durch die Gerichtsshow "Richter Alexander Hold" auf Sat.1 bekannt.

Richter Alexander Hold, bekannt aus der gleichnamigen Gerichtsshow, ist Abgeordneter der freien Wähler. Er wird als Kandidat für das Justizressort gehandelt. Mit der AZ spricht er über seine politische Karriere.

Herr Hold, haben Sie sich schon eine Wohnung in München gesucht?
ALEXANDER HOLD: Noch haben nicht einmal die Koalitionsverhandlungen mit der CSU begonnen (ab dem morgigen Freitag, d. Red.). Aber ich mag München gerne – und werde trotzdem jede Möglichkeit wahrnehmen, um in mein geliebtes Allgäu zu fahren.

Sie waren stets erfolgreich im Leben, erst als Jurist, dann als Fernsehrichter – können Sie auch Justizminister?
Solange keine tänzerischen Fähigkeiten gefragt sind, traue ich mir alles zu. Nein, im Ernst: Meine Triebfedern waren nie Macht oder Bedeutsamkeit. In der Politik geht es mir ums Mitgestalten. Und das funktioniert nur, wenn das Instrumentarium stimmt.

Welche Ministerien sind für die Freien Wähler zu haben, bei welchen winkt die CSU ab?
Generell ist alles verhandelbar, glaube ich. Abgesehen vom Finanzministerium, da sehe ich die rote Linie der CSU.

Der letzte Koalitionspartner der CSU, die FDP (2008-2013), kam ordentlich unter die Räder. Keine Angst davor?
Wir sind zwar nicht so regierungserfahren wie die CSU, aber wir sind anders als die FDP tief in den Kommunen verwurzelt. Wir wissen, was die Menschen bewegt – unsere Stärke.

Was erwarten Sie vom zukünftigen Koalitionspartner?
Zuerst einmal, dass der Umgangston stimmt. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Außerdem möchten wir auf Augenhöhe miteinander reden, Ziele definieren und gemeinsam regieren.

Glauben Sie, dass die CSU überhaupt schon bereit für einen Koalitionspartner ist? Oder ist sie noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt?
Die Gefahr sehe ich schon, dass die CSU so sehr mit dem Neusortieren ihres Personals zu tun hat, dass Sachfragen dadurch in den Hintergrund gedrängt werden. Das wäre natürlich fatal, denn die Leute erwarten von uns eine vernünftige Sachpolitik – schließlich haben die bürgerlichen Parteien über 50 Prozent der Stimmen erhalten.

Nochmal gefragt: Wie sieht es denn jetzt mit dem Justizministerposten aus?
Nur über Ressorts zu sprechen, ist der falsche Weg. Außerdem sind Koaltionsverhandlungen nun mal kein Wunschkonzert. Wir werden sehen.

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