Auf AfD-Veranstaltung: "Mit den Juden gab es ja auch Möglichkeiten"

Unter dem vermeintlich harmlosen Titel "Sicherheit in Europa" berieten Mitglieder der Alternative für Deutschland (AfD) vergangene Woche über die Flüchtlingskrise. Ein Diskussionsteilnehmer schlug dabei vor, mit Flüchtlingen so zu verfahren, wie mit Juden im Zweiten Weltkrieg.
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Teilnehmer der AfD-Demonstration am 07.11.2015 in Berlin.
dpa Teilnehmer der AfD-Demonstration am 07.11.2015 in Berlin.

Euskirchen - Der frühere Vize-Vorsitzende der AfD, Hans-Olaf Henkel, sieht einen Rechtsruck seiner ehemaligen Partei. Die AfD sei mittlerweile zu einer "NPD light" geworden, sagte er dem WDR-Magazin "Westpol". "Ich mache mir schon Sorgen, denn ich darf daran erinnern, dass ich mit Herzblut für diese neue Partei gekämpft habe. Es macht mir Kummer, dass ich mitgeholfen habe, ein richtiges Monster zu erschaffen."

Wie radikal dieses "Monster" tatsächlich ist, offenbart ein Zitat von einer AfD-Veranstaltung in Euskirchen, das ebenfalls in der WDR-Sendung thematisiert wird. Dort antwortet ein Teilnehmer der Veranstaltung auf die Frage, wie man mit Flüchtlingen verfahren solle, die sich nicht freiwillig in ihre Heimat zurückschicken lassen:

"Man muss sich nur an den Zweiten Weltkrieg erinnern, an unsere eigene Geschichte. Was haben wir denn da mit den Juden gemacht? Da gab es doch auch Möglichkeiten. Was anderes wird bald gar nicht mehr möglich sein. Die Flüchtlinge gehen ja nicht freiwillig."

 

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