Arnold Schwarzenegger: Wird er US-Außenminister?

Gouverneur war er bereits, ein noch höheres Amt könnte er nach der Präsidentenwahl im November bekleiden. Arnold Schwarzenegger ist als US-Außenminister unter Donald Trump im Gespräch.
| Stephan Kabosch
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Auf Tuchfühlung sind sie bereits: der republikanische Präsidentschaftswerber Donald Trump (r.) und Arnold Schwarzenegger.
dpa Auf Tuchfühlung sind sie bereits: der republikanische Präsidentschaftswerber Donald Trump (r.) und Arnold Schwarzenegger.

Wien, Washington - Das höchste Amt steht ihm auf Grund der Verfassung nicht offen, weil nur im Land geborene Bürger US-Präsident werden können. Aber sonst steht dem gebürtigen Österreicher Arnold Schwarzenegger alles offen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Bodybuilder, Hollywood-Schauspieler, Vorturner der Nation unter George H. Bush, Publizist - all das ist der 68-Jährige bereits gewesen. Und zudem auch Politiker. Schwarzenegger war von 2003 bis 2011 republikanischer Gouverneur von Kalifornien. Seitdem war es still(er) geworden um den "Gouvernator".

Doch plötzlich ist Arnold Schwarzenegger wieder im Gespräch, könnte es ein überraschendes Comeback in der Politik geben. Gar als künftiger amerikanischer Außenminister unter einem möglichen neuen Präsidenten Donald Trump? - Dies wäre zumindest für den Yale-Professor Walter Russell Mead keine Überraschung.

Der Politikwissenschaftler war diese Woche auf Einladung der US-Botschaft in Wien. Dabei brachte Mead diesen Politik-Coup ins Spiel. „Es würde mich nicht überraschen, würde der Immobilien-Milliardär (Donald Trump, Anm.) Arnold Schwarzenegger als möglichen Außenminister in seine Regierung holen – sollte er gewinnen.“

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Die Chancen darauf, dass Trump tatsächlich Präsidentschaftskandidat der Republikaner wird, haben sich am Dienstag weiter erhöht: Nach seinem klaren Sieg bei den Vorwahlen in Nevada zieht Trump voller Zuversicht in den möglicherweise vorentscheidenden "Super-Tuesday" am nächsten Dienstag. Trump bekam in Nevada 45,9 Prozent der Stimmen und damit mehr als seine beiden Verfolger Marco Rubio (23,9 Prozent) und Ted Cruz (21,4 Prozent) zusammen. Bei dem Wahlmarathon am 1. März stehen bei den Republikanern Vorwahlen in zwölf Bundesstaaten an. Darunter ist mit Texas auch eine Hochburg des aus dem Ölstaat kommenden Ted Cruz.

Lesen Sie hier: Donald Trump -

Für den rechtspopulistischen Trump war Nevada der dritte Sieg in Folge, nachdem er zuvor die Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina für sich entschieden hatte. "Und ich gewinne, gewinne, gewinne. Und bald wird auch das Land wieder gewinnen, gewinnen, gewinnen", sagte der Bauunternehmer. Er zeigte sich zuversichtlich, dass er die Nominierung der Republikaner holen werde: "Vielleicht wird es dafür nicht einmal mehr zwei Monate brauchen."

Politik-Experte Mead meinte bei seinem Auftritt ihn Wien über Donald Trump: „Er agiert wie Silvio Berlusconi, stellt nur sein Ego zur Schau, ohne konkrete politische Inhalte.“ Und: „Es ist ein wilder, verrückter Ritt bei den Republikanern.“

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