Kommentar

Abrechnungsbetrug in Testzentren: Erschreckende Naivität

Der Politik-Vize über den Abrechnungsbetrug mit Tests.
| Clemens Hagen
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Wenn die Not steigt, sinkt die Moral. Skrupellosigkeit ist Trumpf. Wenn sogar gewählte Volksvertreter die Corona-Pandemie nutzen, um sich ihre Beteiligung am Zustandekommen windiger Maskendeals mit sechs- und siebenstelligen Summen vergolden zu lassen, wer kann es dann den Betreibern irgendwelcher Testzentren verübeln, wenn sie es ihnen nachtun?

Pro abgerechnetem Schnelltest 18 Euro, das läppert sich, zumal dann, wenn niemand überprüft, ob Wattestäbchen in Wahrheit in zehn, hundert oder tausend Nasen gesteckt wurden. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt eine erschreckende Naivität, wenn er erklärt, dass sich "jeder schämen" solle, der die Pandemie nutzt, um sich kriminell zu bereichern. Gelegenheit macht Diebe. Dass sich solche Gelegenheiten nicht ergeben, das ist Spahns Job - und der seines Ministeriums.

Die Rechnung für diesen Wahnsinn übernimmt am Ende der Steuerzahler - genau wie bei den Masken.

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