Wird das Radl endlich diebstahlsicher?

Das Radl der Zukunft blinkt nicht nur, sondern könnte endlich auch sicher vor Diebstählen sein. Diese Idee, die bereits 2017 Realität werden könnte, entwickelten junge Studenten der Technischen Hochschule in Zürich.
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Die Leuchten des Projekts "Blinkers" passen sich sogar auf Wunsch dem Tageslicht an.
Mary Fernandez/Velohub Die Leuchten des Projekts "Blinkers" passen sich sogar auf Wunsch dem Tageslicht an.

Zürich - Nicolas Callejo, der Maschinenbau an der Technischen Hochschule in Zürich studiert, ist sich sicher: "Wir haben intelligente Autos, wir haben intelligente Häuser, aber das Fahrrad ist stehengeblieben." Um das zu ändern, gründete er mit einigen Freunden, alle Anfang 20 und spanische Studenten in Zürich, das Start-Up-Unternehmen Velohub. Denn was den Fahrrädern oftmals besonders fehlt, ist "cooles Zubehör".

Das erste Produkt der Studenten ist "Blinkers", ein Blinksystem fürs Radl, das man am Lenker, an der Sattelstange und am Gepäckträger befestigen kann. Besonders praktisch daran ist, dass das System direkt am Lenker bedient werden kann. So müssen Radfahrer niemals einhändig fahren, wenn sie anzeigen, in welche Richtung sie abbiegen wollen.

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Diebstahlschutz durch Smartphone-Verbindung

Ein besonderes Highlight des Blinksystems ist, dass eine Verbindung mit dem Smartphone möglich werden soll. Durch diesen Informationsaustausch wäre zum Beispiel ein Diebstahlschutz denkbar - und den brauchen gerade Radfahrer in der Stadt dringend. Denn es gibt (zumindest gefühlt) kaum jemanden, dem noch kein Fahrrad an einer U-Bahn-Haltestelle geklaut wurde.

Doch das ist nicht der einzige Vorteil von "Blinkers". Denn das System enthält zudem integrierte Fahrradlampen, ein Bremslicht und zwei Laser, die grüne Linien rechts und links neben das Fahrrad werfen. Dies soll anderen Verkehrsteilnehmern signalisieren, den nötigen Sicherheitsabstand einzuhalten. Aufgeladen werden die Lichter ganz einfach per USB-Anschluss am Rechner. Sie halten danach bis zu sieben Stunden lang.

Auch wenn das Projekt noch in der Findungsphase steckt, hat es den jungen Gründern schon jetzt einen großen Erfolg eingebracht. Denn die Studenten gewannen nicht nur einen Universitätspreis mit einer satten Prämie, sondern wurden monatelang von der Swiss Startup Factory, ein Konsortium aus Privatinvestoren, unterstützt. Einer Zukunft als Unternehmer steht damit - bis auf die anfängliche Finanzierung des Radl-Projekts - nichts mehr im Wege. Ist diese Hürde genommen, startet die Auslierferung im Februar 2017.

 

 

 

 

 

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