Wetter: Schwere Dürre-Phase in Deutschland!

Während das Wetter in Süddeutschland - mit zahlreichen Regenfällen und Gewittern - momentan alles andere als sommerlich ist, zeigt sich im restlichen Land ein anderes Extrem. In weiten Landesteilen herrscht aktuell eine recht akute Dürre!
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Die aktuelle Bodenfeuchtekarte von Deutschland. Die braunen Farbtöne markieren die Bereiche in denen die ersten 30 cm des Erdbodens extrem trocken sind.
wetter.net Die aktuelle Bodenfeuchtekarte von Deutschland. Die braunen Farbtöne markieren die Bereiche in denen die ersten 30 cm des Erdbodens extrem trocken sind.

München/Wiesbaden - Das Wetter spielt weiter verrückt: Zahlreiche Unwetter brachten in den vergangenen Tagen und Wochen Schäden durch Starkregen, Hagelm Sturmböen und Tornados, vor allem der Süden des Landes hatte mit dem schlechten Wetter zu kämpfen.

Wetter auf Achterbahnfahrt

Seit Anfang Mai ist der Wetter sehr wechselhaft - neuer Aspekt: Fast im ganzen Land ist es aktuell sehr trocken, es herrscht Dürre-Gefahr.

In einigen Regionen hat es seit Wochen nicht mehr ergiebig geregnet. „Die aktuelle Bodenfeuchtekarte von Deutschland erstellen wir für unsere User aus dem landwirtschaftlichen Sektor. Sie zeigt sehr schnell wie trocken Deutschland geworden ist. Die braunen Farbtöne markieren die Bereiche in denen die ersten 30 cm des Erdbodens extrem trocken sind. Diese Trockenheit betrifft aktuell fast zwei Drittel des gesamten Landes. Einzige Ausnahme bilden Sachsen, sowie der Süden von Bayern und Baden-Württemberg. Auch in Schleswig-Holstein ist die Lage nicht ganz so dramatisch. In allen anderen Regionen herrscht dagegen eine große Dürre“ sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Lesen Sie hier: Verrücktes Wetter - jetzt kommt die Schafskälte!

Zu wenig Niederschlag - trockenes Deutschland

In Hannover oder Göttingen fiel im Juni noch nicht einmal 1 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Auch der April und der Mail waren auf ganz Deutschland gesehen deutlich zu trocken. Der April brachte 30 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel, der Mai 20 Prozent zu wenig Regen. Das deutschlandweite Regensoll im Juni ist bisher zu 25 Prozent erfüllt.

Flächendeckender Landregen ist auch in den kommenden Tagen nicht in Sicht. Zu allem Übel gab's in der vergangenen Nacht in einem Streifen von NRW bis nach Brandenburg sogar vereinzelt Bodenfrost. Niederschläge sind ab Donnerstag wieder in Sicht. Meist dürften es aber wieder nur Schauer werden. Der dringend benötigte Landregen bleibt weiter aus.

Lesen Sie hier: So genießen die Münchner den Sommer in der Stadt

In nächster Zeit keine Sommertage

Die Temperaturen bleiben in den kommenden 5 bis 7 Tagen relativ gedämpft und erreichen 14 bis 23 Grad. Neue Hitzetage mit Spitzenwerten um oder gar über 30 Grad sind in den nächsten 10 Tagen nicht in Sicht!

„Der Sommer dümpelt so vor sich hin. Am Sonntag startet der Sommer auch nach dem Kalender. Meteorologisch hat der Sommer ja bereits am 1. Juni begonnen. Wir erwarten am Sonntag eher wechselhaftes Wetter. Besonders in der Mitte und im Norden kann es Schauer geben. Im Süden bleibt es wahrscheinlich meist trocken“ so Jung.

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