Waldbrand bei Plauen unter Kontrolle

Die Stadt Plauen spricht vom größten Waldbrand der vergangenen drei Jahrzehnte. Doch der Einsatz zeigt Erfolg.
dpa |
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Feuerwehrleute können den Brand, der seit Dienstagabend wütet, nur mit großer Mühe löschen.
Feuerwehrleute können den Brand, der seit Dienstagabend wütet, nur mit großer Mühe löschen. © Stephan Fricke/NEWS5/dpa
Plauen

Ein Waldbrand bei Plauen im Vogtlandkreis ist derzeit unter Kontrolle. Die Stadtverwaltung meldete am Morgen Erfolge bei der Brandbekämpfung. Das Feuer im Gebiet "Schwarzes Holz" hat eine Fläche von etwa sieben Hektar erfasst, die mit einer Hanglage und viel Unterholz sehr schwer zugänglich sind, wie die Verwaltung mitteilte. Sieben Hektar entspricht etwa der Größe von knapp zehn Fußballfeldern. 

"Um kurz vor 6 Uhr haben sich die Einsatzkräfte mit der Drohne ein aktuelles Bild der Lage verschafft. Es zeigt sich, dass die offenen Flammen deutlich eingegrenzt werden konnten. Jedoch ist der Boden noch sehr heiß, weswegen die Löscharbeiten voraussichtlich noch länger andauern werden - mindestens den gesamten Mittwoch sowie voraussichtlich die Nacht zur Kontrolle", hieß es.

Löschhubschrauber sollen Einsatz unterstützen

Am Vormittag werden Löschhubschrauber aus Dresden erwartet, die den Einsatz aus der Luft zusätzlich unterstützen sollen. Am Morgen wurden zudem weitere Einsatzkräfte zur Verstärkung alarmiert. "Uns hilft aktuell, dass die Luft hier vor Ort sehr feucht und kühl ist, was einen positiven Effekt auf die Löscharbeiten hat", erklärte René Schreiter, Bereichsleiter Sicherheit und Ordnung.

Größter Waldbrand der vergangenen 30 Jahre

Das Feuer wütet seit Dienstagabend in dem Waldstück. Die Ursache ist noch unklar. Die Stadt sprach von einem der größten Brände der letzten Jahrzehnte in der Region. "Wir reden hier von dem größten Brandereignis, das wir in den Wäldern und auf den Feldern in den letzten 30 Jahren hatten", sagte Oberbürgermeister Steffen Zenner (CDU).

Schwierige Löscharbeiten wegen Hanglage und Totholz 

Für die Feuerwehrleute bedeutet der Löscheinsatz erschwerte Bedingungen. Ein Teil des Geländes liege an einem steilen Hang und sei mit Feuerwehrautos nicht befahrbar, hieß es. Feuerwehrleute müssten sich daher zu Fuß vorarbeiten und die Schläuche kontinuierlich verlängern. Einsatzkräfte hatten zudem eine Schneise in den Wald geschlagen, um die Flammen zu stoppen. 

Ein weiteres Problem sei das viele Totholz, erklärte Feuerwehrchef Patrick Heinritz. Bei dem betroffenen Wald handelt es sich demnach um einen sogenannten Renaturierungswald. Dort werden umgestürzte Bäume häufig liegengelassen, um Lebensräume für Käfer und Insekten zu werden.

Bundesstraße 173 für Verkehr wieder frei 

Nachdem die nahegelegene Bundesstraße 173 stundenlang gesperrt war, wurde sie am Morgen für den Verkehr wieder freigegeben. Die Stadt machte aber darauf aufmerksam, dass weiterhin mit Verkehrseinschränkungen durch Einsatzfahrzeuge zu rechnen ist. Anwohner in einem Radius von zwei Kilometern wurden aufgerufen, Fenster und Türen wegen des Rauchs geschlossen zu halten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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