Vorsätze zu Silvester: Ab Neujahr kein digitaler Zombie mehr?

In der Silvesternacht wird traditionell an den Stellschrauben des eigenen Lebens gedreht. Alles soll im neuen Jahr noch ein Stückchen besser werden. Bei fast allen ganz oben bei den guten Vorsätzen zu Silvester: weniger Stress. Auch im Kommen: weniger Medienkonsum. 
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In der Silvesternacht wird traditionell an den Stellschrauben des eigenen Lebens gedreht. Alles soll im neuen Jahr noch ein Stückchen besser werden. Bei fast allen ganz oben: weniger Stress. Auch im Kommen: weniger Medienkonsum. 

Es entspannter angehen lassen, sich mehr Zeit für Freunde und Familie nehmen, mit Geld weiser umgehen: Seit Jahren führen dieselben Vorsätze die To-do-Listen der Deutschen fürs neue Jahr an. 

Einige Neujahrspläne sind dabei schon richtige Klassiker, gerade nach den ausschweifenden Weihnachtstagen: Weniger trinken, besser essen und die Weihnachtspfunde möglichst schnell wieder abtrainieren - diese Punkte finden sich seit Jahren unter den Top-10 der Deutschen. 2018 gaben in einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK 47 Prozent an, sich gesünder ernähren zu wollen, 30 Prozent wollten abnehmen und immerhin noch 12 Prozent den Alkoholkonsum reduzieren. 53 Prozent nahmen sich 2018 mehr Sport fürs neue Jahr vor. Nach leichten Zuwächsen 2019 legen die Deutschen 2020 in all diesen Punkten noch einmal an Entschlossenheit zu: 56 Prozent planen für das kommende Jahr mehr Bewegung, 53 Prozent gesünderes Essen, 36 Prozent wollen abnehmen. Allein weniger Alkohol ist ganz aus den Top-10 der guten Vorsätze geflogen (und steht nun auf Platz 11).

Fasten und Reinigungsrituale zum Jahreswechsel

Den modernen Konsum-Zeiten ist die Selbstbeschränkung ab Silvester allerdings nicht unbedingt geschuldet: Auch in traditionellen Gesellschaften zählten Fasten und Reinigungsriten zu jahreszeitlichen Bräuchen rund um die Sommersonnwende oder auch den Jahresanfang. Die Zeichen werden allerorts und zu allen Zeiten in regelmäßigen Abständen auf Neubeginn gesetzt - ob aus rituellen, astronomisch hergeleiteten oder schlicht aus gesundheitlichen Gründen.

Weit neuer in der Rangliste dürften jene Punkte sein, die mit moderner Mediennutzung zu tun haben und die in den letzten Jahren auch entsprechend stark an Bedeutung zugelegt haben: Weniger fernsehen, weniger am Computer sitzen und weniger im Internet oder am Handy hängen wird den Deutschen bei der Selbstoptimierung zu Jahreswechsel immer wichtiger. Währen Ende 2018 noch 15 Prozent weniger fernsehen und 18 Prozent weniger scrollen und daddeln wollten, nehmen sich für 2020 schon ein Fünftel der Deutschen weniger TV und ganze 27 Prozent eine Einschränkung von Handy-, Internet- und Computernutzung vor - also fast schon ein Drittel.

Entspannt, sozial und umweltbewusst ins neue Jahr 

Ganz neu zum Jahr 2020 eingestiegen ist umwelt- und klimafreundliches Verhalten: Das führen heuer mehr als zwei Drittel (nämlich 64 Prozent)  für 2020 unter den Top-3 ihrer Neujahrsvorsätze. Sieht aus, als hätten die freitäglichen Schulstreiks im vergangenen Jahr ein Umdenken mit sich gebracht: Während dieser Punkt in den vorvergangenen Jahren 2018 und 2019 noch nicht einmal in der Liste vorkam, liegt er 2020 gleichauf mit den beiden wichtigsten Vorsätzen der Deutschen - sich weniger stressen (lassen) und sich mehr Zeit für die Familie nehmen.

Übrigens: Bei etwas über der Hälfte der Deutschen (54 Prozent) halten die Neujahrsvorsätze wenigstens durchschnittlich vier Monate lang - jedenfalls nach eigenen Angaben.

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