Toter und Verletzte beim CSD - Was wir wissen und was nicht

Hunderttausende feierten friedlich - dann wird der Christopher Street Day in Berlin abgebrochen. Was bisher bekannt ist.
von  dpa
Ein Auto soll in eine Menschenmenge gefahren sein.
Ein Auto soll in eine Menschenmenge gefahren sein. © Fabian Sommer/dpa

Der Christopher Street Day in Berlin ist abgebrochen worden. Nach Angaben der Polizei hat ein Autofahrer mehrere Menschen angefahren. Mindestens ein Mensch wurde getötet, 16 weitere teils lebensbedrohlich verletzt. 

Was wir wissen: 

  • Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin den Christopher Street Day gefeiert. 
  • Kurz vor 22.00 Uhr wird das Fest plötzlich abgebrochen. Nach Angaben der Polizei kommt es zu dem größeren Polizeieinsatz im Tiergarten nahe dem Potsdamer Platz. 
  • Wie ein Polizeisprecher berichtet, ist ein weißer Wagen dort über den Ahornsteig parallel zur Lennéstraße gefahren und hat mehrere Menschen an- oder umgefahren, bevor er mit Baum kollidiert ist. 
  • Mindestens 17 Menschen wurden laut Angaben von Polizei und Feuerwehr verletzt. Ein Mensch starb an seinen Verletzungen. Laut einem Feuerwehrsprecher wurden drei Menschen lebensbedrohlich, acht schwer und fünf leicht verletzt.
  • Der Fahrer hat laut Polizei das Auto verlassen und ist geflohen. 
  • "Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen", so Polizeisprecher Florian Nath in einem Video auf X.
  • Die Polizei prüft, ob es nach der Fahrt eine "zweite Tatphase" gab, während welcher Menschen mit einer Stichwaffe verletzt wurden. Zeugen hätten von liegenden Leuten mit Stichverletzungen berichtet, sagte Nath.
  • Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach von einem "Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft".
  • Zahlreiche Polizisten und Rettungskräfte sind im Einsatz.

Was wir nicht wissen: 

  • Was genau passiert ist, ist noch unklar. Dazu zählen der genaue Ablauf und die Hintergründe der Tat.
  • Ob eine Stichwaffe zum Einsatz kam, wird laut der Polizei zwar geprüft, ist bislang aber nicht bestätigt. 
  • Offen ist, ob es sich um einen Einzeltäter handelt oder ob es Komplizen gibt und wie groß die Gefahr aktuell noch ist. Laut der Polizei machten Zeugen unterschiedliche Aussagen dazu, ob es ein oder mehrere Täter gibt. 
  • "Wir wissen momentan noch nichts über irgendwelche Motivlagen, über die Person des Täters oder Ähnliches", sagt ein Polizeisprecher kurz vor Mitternacht. 
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