USA: Brände in Kalfifornien, Schnee an Ostküste

Während im ausgetrockneten Kalifornien Waldbrände wüten, gibt es im Osten der USA den ersten heftigen Wintereinbruch. Präsident Trump wird noch am Samstag in den Brandgebieten erwartet. Die Zahl der Toten ist derzweil weiter gestiegen.
| dpa
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Erschöpfte Einsatzkräfte in einem ausgebrannten Garten in Kalifornien.
John Locher/AP/dpa Erschöpfte Einsatzkräfte in einem ausgebrannten Garten in Kalifornien.

Washington - Die Zahl der Toten nach den Großbränden im US-Bundesstaat Kalifornien ist weiter gestiegen. In dem vom "Camp"-Feuer nordöstlich von San Francisco zerstörten Gebiet wurden am Freitag acht weitere Leichen in niedergebrannten Häusern gefunden.

Damit stieg dort die Totenzahl nach Angaben der Behörden vom Freitagabend auf 71. Im "Woolsey"-Feuer nahe Los Angeles kamen laut Nachrichtensender CNN insgesamt drei Menschen ums Leben. Damit stieg die Gesamtzahl der Opfer in Kalifornien auf 74. Am Samstag (18.45 MEZ) wurde Präsident Donald Trump dort erwartet.

Hitze im Westen, Kälte im Osten

Während der Westküstenstaat für kommende Woche auf den ersten Regen seit Monaten hofft, gab es im Osten und Süden der Vereinigten Staaten den ersten Wintereinbruch mit ausgiebigen Schneefällen. Bei wetterbedingten Verkehrsunfällen kamen laut CNN in den vergangenen Tagen mindestens acht Menschen um. Zehntausende waren zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. In New York gab es laut "New York Times" nach zum Teil chaotischen Verhältnissen am Donnerstag Unmut bei den Einwohnern wegen des Krisenmanagements der Behörden.

Trump wollte nach Angaben des Weißen Hauses Betroffene der Katastrophe in Kalifornien treffen. Die Brände haben dort seit der vergangenen Woche gigantische Schäden angerichtet. Tausende Häuser brannten lichterloh. In den Ruinen setzten Teams mit Spürhunden die Suche nach sterblichen Überresten fort. Viele der geborgenen Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Brände in USA: Prominente verlieren ihre Häuser

In der als Heimat vieler Filmstars bekannten Stadt Malibu am Westrand von Los Angeles verloren etliche Prominente ihre Häuser, unter ihnen Entertainer Thomas Gottschalk. Bei der Bambi-Verleihung am Freitagabend in Berlin erzählte er davon. "Es ist heftig, ich hatte eine Original-Handschrift von Rilke da in der Halle hängen. Dass der weg ist, das geht mir einfach nicht in den Kopf", sagte er. Als die Villa abbrannte, wurden auch seine Bambis zerstört. Dafür gab es Trost für Gottschalk: Aus den Händen von Hollywood-Star Liv Tyler bekam er einen neuen Bambi als Sonderpreis.

Die Zahl der Vermissten nach den Bränden ist stark gestiegen, der Sheriff von Butte County, Kory Honea, bezifferte sie am Freitag auf 1011. Viele Menschen seien wegen ausgefallener Mobilfunknetze nicht zu erreichen oder hätten sich nicht gemeldet. "Viele Leute sind vom Feuer vertrieben worden, und wir stellen fest, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass wir nach ihnen suchen", sagte Honea laut CNN.

Die Folgen der Katastrophen sind in weiten Teilen Kaliforniens zu spüren. Die Behörden warnten vielerorts vor gefährlicher Rauchbelastung und schlechter Luftqualität. Im Raum San Francisco, rund 250 Kilometer südlich von Paradise, blieben Schulen und andere Einrichtungen am Freitag geschlossen. Viele Menschen auf den Straßen trugen Schutzmasken. Vor allem älteren Personen, Kranken und Kindern wurde geraten, in ihren Häusern zu bleiben.

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