Untersuchungen in Görlitz nach Hauseinsturz unterbrochen
Nach dem Hauseinsturz in Görlitz mit drei Toten hat die Polizei die Untersuchungen vor Ort vorerst eingestellt. Die Kriminaltechniker hätten ihre Arbeit in den Nachtstunden unterbrechen müssen, weil sich die Reste der Giebelwände in Bewegung gesetzt hätten, sagte Raik Schulze, Leiter des Führungsstabes. "Dank der Technik des Technischen Hilfswerkes (THW) konnten wir unsere Einsatzkräfte rechtzeitig in Sicherheit bringen". Derzeit gehe es darum, die Gefahr zu beseitigen, damit die Untersuchungen am Unglücksort fortgesetzt werden können.
Es werde in alle Richtungen ermittelt, so Schulze. "Wir schließen nichts aus." Es gehe vom Materialversagen, technische Ursache bis hin zu fahrlässiger Handlungsweise. "Da stehen wir noch am Anfang."
Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) vermutete nach dem Unglück eine Gasexplosion. Nach vorherigen Angaben muss es ein Gasleck gegeben haben, da während des Einsatzes Gas ausgetreten war. Wo genau das Gasleck war, lasse sich noch nicht genau sagen, so Schulze.
Das Mehrfamilienhaus mitten in einer langen gepflegten Häuserzeile, in dem sich laut Polizei Miet- und Ferienwohnungen befanden, war am Montagabend komplett eingestürzt. Drei Vermisste - zwei Frauen im Alter von 25 und 26 Jahren sowie ein 48-jähriger Mann - konnten nur noch tot geborgen werden.
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