Tod auf der "Gorch Fock": Gericht hört neun Zeugen

Acht Jahre nach dem Tod der Bundeswehr-Kadettin Jenny Böken auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" verhandelt das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster heute den Fall.
| dpa
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Das Segelschulschiff "Gorch Fock" läuft unter Segeln über die Kieler Förde. Foto: Carsten Rehder/Archiv
dpa Das Segelschulschiff "Gorch Fock" läuft unter Segeln über die Kieler Förde. Foto: Carsten Rehder/Archiv

Münster - Die Eltern der damals 18-jährigen Soldatin haben die Bundesrepublik auf die Zahlung einer Entschädigung nach dem Soldatenversorgungsgesetz über 20 000 Euro verklagt.

Jenny Böken ging 2008 bei einer Nachtwache nördlich von Norderney über Bord, ihre Leiche wurde rund zwei Wochen später in der Nordsee geborgen. Anschließend erhoben die Eltern schwere Vorwürfe gegen Teile der Besatzung. Ihre Tochter sei krank und nicht dienstfähig gewesen, argumentieren die Eltern. Die Staatsanwaltschaft in Kiel geht dagegen von einem tragischen Unglück aus. Anklage erhob sie deshalb nicht.

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Neun Zeugen geladen

Das OVG Münster hat neun Zeugen geladen. Erstmals müssen der ehemalige Kapitän und der Schiffsarzt der "Gorch Fock" vor Gericht aussagen. Ein Meteorologe soll die Wetterbedingungen näher beschreiben, unter denen Jenny Böken in der Nacht und nur Stunden vor ihrem 19. Geburtstag Dienst tat. Damit will das Gericht bewerten, ob die Kadettin "besonders gefährdet" war.

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