Terror-Angst in Wien: Alarmstufe Rot am Opernball

Er ist das Ereignis der Ballsaison schlechthin: der Wiener Opernball am heutigen Abend. Nach den Anschlägen von Paris im November und den Terrorwarnungen in München zum Jahreswechsel findet Österreichs Walzer-Seligkeit 2016 unter besonderen Vorzeichen statt.
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Polizeiauto vor der Wiener Staatsoper. Der Opernball findet in diesem Jahr unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt.
dpa Polizeiauto vor der Wiener Staatsoper. Der Opernball findet in diesem Jahr unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt.

Er ist das Ereignis der Ballsaison schlechthin: der Wiener Opernball am heutigen Abend. Nach den Anschlägen von Paris im November und dem Terroralarm in München zum Jahreswechsel findet Österreichs Walzer-Seligkeit 2016 unter besonderen Vorzeichen statt: es herrscht Alarmstufe Rot in Wien.

WienEuropol hatte bereits in der Vorwoche von einer . Vor diesem Hintergrund sind nun auch für den Opernball entsprechende Sicherheitsmaßnahmen vorgesehen - auch wenn es laut österreichischen Behörden "keine aktuelle Bedrohung" gibt.

Bis zu 300 Polizisten sollen zusätzlich zum Security Personal rund um die Wiener Staatsoper im Einsatz sein. Es wird zu verstärkten Kontrollen an zwei "Einfahrtsschleusen" kommen, Spürhunde sollen beim Auffinden von möglichem Sprengstoffmaterial helfen. Die Cobra, eine Spezialeinheit der österreichischen Polizei, ist in Bereitschaft. "Die Besucher werden Sicht- und vereinzelt auch Personenkontrollen unterzogen", zitiert das Portal "heute.at" einen Polizeisprecher. Bevor die Ballgäste am Abend die legendäre Stiege in der Oper hinaufsteigen können, soll es noch mehrere Begehungen geben.

Wie ernst die Gefahr eines möglichen Anschlags offenbar genommen wird, zeigt auch die Tatsache, dass laut Medienberichten mehrere Promis ihre Teilnahme am Opernball abgesagt haben. Erstmals seit vielen Jahren wird der ORF diesmal nicht am Red Carpet vor der Staatsoper die prominenten Ballbesucher interviewen, sondern im Gebäude. Begründet wird dies offiziell mit "konzeptionellen Gründen" und nicht mit der Terror-Gefahr.

 

Opernball mit 5.000 Gästen - darunter Placido Domingo

 

Zum 60. Wiener Opernball werden am Donnerstag rund 5.000 Gäste erwartet. Traditionell wird der Ball mit dem Einzug junger Debütantenpaare sowie mit Gesangs- und Balletteinlagen eröffnet. Ein Höhepunkt soll der Auftritt von Opernstar Placido Domingo werden.

Lesen Sie hier: Der Opernball-Liveticker bei unseren Kollegen von heute.at

Der Wiener Baumeister Richard Lugner (83) hat die amerikanische Schauspielerin Brooke Shields (50) als Stargast in seine Loge gebeten. Auf Einladung der Kölner Familie Wess sollen die französische Filmlegende Alain Delon (80) und TV-Anwältin Helena Fürst den Ball besuchen. Die 290 Euro teuren Karten sind schon lange ausverkauft. Logen-Besitzer müssen mindestens 10 000 Euro zahlen.

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