Strombetreiber: Kein Anzeichen für Anschlag
Nach einem rund eineinhalbstündigen Stromausfall in Berlin-Nikolassee ist es laut Netzbetreiber zu keinen weiteren Störungen in der Nacht gekommen. Als Ursache für den erneuten Vorfall rund drei Monate nach dem tagelangen Blackout im Südwesten der Stadt wird ein Fehler in einem Mittelspannungskabel vermutet, wie der Sprecher der Stromnetz Berlin GmbH, Henrik Beuster, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Anzeichen für einen Anschlag gebe es nicht.
Das Problem könne Folge einer Alterserscheinung sein. Denkbar sei auch eine frühere Beschädigung des Kabels bei zurückliegenden Tiefbauarbeiten. "So etwas passiert relativ oft, ohne dass es die Baufirmen bemerken", erklärte Beuster. Später könne es dann beispielsweise durch eintretende Feuchtigkeit zu Problemen kommen.
Anfang Januar war es im Südwesten der Stadt nach einem mutmaßlich von Linksextremisten begangenen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke zu dem bislang längsten Stromausfall der Nachkriegsgeschichte gekommen. 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe waren teils tagelang ohne Strom.
Am Samstagabend war gegen 22.00 Uhr in einem Teil des damals betroffenen Gebiets erneut der Strom ausgefallen. Rund 1.300 Haushalte waren laut Netzbetreiber betroffen. Nach Angaben der Stromnetz GmbH waren sie um 23.35 Uhr wieder alle am Netz.
Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de
- Themen:
- Stromausfall
