Stade: Drei Mitarbeiter der Region Hannover unter den Opfern

Für ein Hilfsgespräch fahren drei Mitarbeiter des Jugendamts nach Stade – dort werden sie getötet. Die Region Hannover reagiert erschüttert.
dpa |
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In der Nähe des Tatorts wurden Blumen und Kerzen niedergelegt.
In der Nähe des Tatorts wurden Blumen und Kerzen niedergelegt. © Kai Moorschlatt/dpa
Hannover/Stade

Unter den sechs Toten der Bluttat in Stade sind drei Mitarbeiter des Jugendamtes der Region Hannover. Sie befanden sich zu einem Hilfeplangespräch in der Jugendhilfeeinrichtung, wie die Region mitteilte. Zuerst hatten der NDR und die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.

"Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten den Familien, Freundinnen und Freunden der Getöteten sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die dieses unfassbare Ereignis verarbeiten müssen", teilte die Region Hannover mit. Die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe setzten sich täglich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen ein und begleiteten Familien in oftmals sehr belastenden Lebenssituationen. Dass Kolleginnen und Kollegen dabei ihr Leben verlieren, mache fassungslos. 

Mitarbeiter trauern

"Viele unserer Mitarbeitenden trauern und stehen unter dem Eindruck dieser schrecklichen Tat. Sie in dieser Situation zu begleiten und zu unterstützen, hat für uns höchste Priorität", hieß es weiter. Mit den Behörden sei man im engen Austausch. Die Hintergründe der Tat würden derzeit noch aufgeklärt.

Ein 45-Jähriger soll am Montag in Stade vier Frauen und zwei Männer erschossen haben. Hintergrund ist nach Angaben der Polizei möglicherweise ein Sorgerechtsstreit. Der Tatverdächtige mit türkischer Staatsangehörigkeit hatte demnach einen Termin bezüglich des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter. Ersten Erkenntnissen zufolge waren die Opfer Beschäftigte der Einrichtung und des Jugendamtes – sie waren beruflich dort.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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