Söder skeptisch bei Social-Media-Verbot - "nicht nur Blabla"

Seit Wochen wird ein Social-Media-Verbot auch in Deutschland diskutiert. Die CDU will Nägel mit Köpfen machen. Der Chef der Schwesterpartei bleibt kritisch.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Söder zeigt sich beim Thema Social-Media-Verbot weiterhin äußerst skeptisch. (Archivbild)
Söder zeigt sich beim Thema Social-Media-Verbot weiterhin äußerst skeptisch. (Archivbild) © Malin Wunderlich/dpa
Berlin

CSU-Chef Markus Söder steht einem möglichen Social-Media-Verbot für Jugendliche weiterhin äußerst kritisch gegenüber. Er sei offen, über mögliche Maßnahmen für den Jugendschutz zu diskutieren, sagte Söder im Sender ntv. Zugleich betonte er: "Ich höre und lese in Australien, dass dieses große Social-Media-Verbot zu was führt? Zu gar nichts, weil alles umgangen werden kann." Bereits jetzt gebe es Altersbegrenzungen auf Social Media. "Warum klappt es nicht? Weil die Eltern nicht dafür sorgen."

Zugleich setzte Bayerns Ministerpräsident zu einem Vergleich an: "Und eins muss man auch sehen: Alle wollen, dass man jünger wählt, dass man die Strafmündigkeit heruntersetzt", sagte er und fügte hinzu: aber "Social Media hoch". Er fügte an: "Ich bin da zurückhaltend."

Söder pocht auf konkrete technische Lösung

Die Debatte über Verbote und Beschränkungen läuft auch in Deutschland immer stärker, seit Australien im Dezember als erstes Land ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt hat. Söder hatte sich bereits im vergangenen Jahr ablehnend gezeigt und argumentiert: Ein Verbot mache Tiktok, Instagram und Co. eher noch interessanter für Jugendliche und Kinder.

Die Schwesterpartei CDU hatte auf ihrem Parteitag im Februar beschlossen, ein Mindestalter von 14 für soziale Medien wie Tiktok und Instagram zum Schutz von Kindern und Jugendlichen einführen zu wollen.

Der Parteitagsbeschluss enthalte keinen Vorschlag, wie man das technisch umsetze, sagte Söder nun. "Ich würde mir gerne anschauen, ob es da einen konkreten technischen Vorschlag gibt, nicht nur so ein Blabla: "wir müssen, wir sollen"."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.