Sicherheitskontrollen in Atomkraftwerk nur vorgetäuscht

Ein Mitarbeiter soll im Atomkraftwerk Philippsburg 2 Messeinrichtungen für Strahlenschutz kontrollieren. Nun stellt sich heraus: Er täuschte die Überprüfung nur vor - für den weiteren Betrieb des AKWs hat das Folgen.
| dpa
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Das Kernkraftwerk Philippsburg.
dpa Das Kernkraftwerk Philippsburg.

Karlsruhe - Im Atomkraftwerk Philippsburg 2 sind Sicherheitskontrollen nur vorgetäuscht worden. Das baden-württembergische Umweltministerium will den Betrieb des Kraftwerks daher bis auf Weiteres untersagen. Es ist derzeit wegen einer turnusmäßigen Revision ohnehin nicht am Netz. Wie das Ministerium mitteilte, hatte der Betreiber EnBW bei Untersuchungen festgestellt, dass ein Mitarbeiter eine wiederkehrende Prüfung an einem Störfallmonitor zwar in einem Prüfprotokoll dokumentiert, tatsächlich aber gar nicht durchgeführt hatte.

Nachforschungen ergaben demnach zudem, dass die Kontrolle in sieben weiteren Fällen nur vorgetäuscht wurde. Der Energiekonzern betonte, die Funktionstüchtigkeit der Einrichtungen sei gewährleistet. Das habe durch frühere und spätere Prüfungen nachgewiesen werden können. Der Mann war demnach über einen externen Dienstleister im Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg beschäftigt.

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Das Umweltministerium als zuständige Aufsichtsbehörde reagierte mit einer aufsichtlichen Anordnung. Damit solle EnBW nach einer noch ausstehenden Anhörung vorläufig untersagt werden, das Kraftwerk wieder anzufahren.

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