Schießerei bei Los Angeles: 14 Tote - Mehrere Verletzte

In der kalifornischen Stadt San Bernardino hat ein Unbekannter ein Blutbad angerichtet. Die Polizei spricht von 14 Toten und mehreren Verletzten.
| dpa/az
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In einer Sozialeinrichtung in San Bernardino eröffneten die schwerbewaffneten Angreifer das Feuer. 14 Menschen sterben, 17 werden verletzt.
dpa/az 2 In einer Sozialeinrichtung in San Bernardino eröffneten die schwerbewaffneten Angreifer das Feuer. 14 Menschen sterben, 17 werden verletzt.
In einer Sozialeinrichtung in San Bernardino eröffneten die schwerbewaffneten Angreifer das Feuer. 14 Menschen sterben, 17 werden verletzt.
dpa/az 2 In einer Sozialeinrichtung in San Bernardino eröffneten die schwerbewaffneten Angreifer das Feuer. 14 Menschen sterben, 17 werden verletzt.

San Bernardino - Die Polizei bestätigte während der Pressekonferenz, dass mindestens 14 Menschen getötet wurden, mindestens ebenso viele sind (schwer)verletzt. "Es gab mehrere Opfer, es gab auch Tote", sagte Vicki Cervantes vom San Bernardino Police Department. Eine Sprecherin der Loma Linda Universitätsklinik in der Nähe des Tatorts sagte, vier Verletzte seien in das Krankenhaus gebracht worden und drei seien auf dem Weg dorthin.

Gegen 11:00 Uhr (Ortszeit) ging der erste Anruf bei der Polizei ein. Die städtischen Einsatzkräfte bestätigten, dass es zu einem Vorfall in der Stadt gekommen ist und wies die Anwohner an, nicht auf die Straßen zu gehen. Die Schüsse fielen in einer Sozialeinrichtung, dem "Inland Regional Center". Der oder die Täter sollen während einer Betriebsversammlung in der Aula des Gebäudes in die Einrichtung gestürmt sein und dann um sich geschossen haben.

Im "Inland Regional Center" wird die Betreuung von Menschen mit Entwicklungsverzögerungen koordiniert. Die mehr als 670 Mitarbeiter bieten Programme für 30.000 Menschen an - vom Neugeborenen bis hin zu Senioren.

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Der Gebäudekomplex ist gesichert, wer hinein will, braucht normalerweise eine Magnetkarte als Hausausweis. Seit einem Jahr gibt es für die Angestellten auch Training im Umgang mit Amokschützen, wie eine Mitarbeiterin dem Sender CNN erzählte.

Der Fernsehsender CNN berichtete von bis zu drei möglichen Verdächtigen, die Masken und eine Militäruniform und möglicherweise auch schusssichere Westen getragen haben sollen. CNN zeigte Fernsehbilder, auf denen verzweifelte Menschen zu sehen sind. Außerdem versorgten Hilfskräfte Verletzte. Auf Fernsehbildern waren etliche Einsatzwagen der Polizei und der Rettungskräfte zu sehen. Dutzende Menschen mit erhobenen Händen wurden von Beamten in Sicherheit gebracht.

Über dem Geschehen kreisten Hubschrauber, die Polizei fuhr ein Großaufgebot auf, darunter auch gepanzerte Fahrzeuge. Nach Angaben des Fernsehsenders ABC sollen drei Schützen jeweils mit Gewehren bewaffnet gewesen sein. Weiter ist die Rede von einem "verdächtigen Paket" im Inneren des Gebäudes - möglicherweise handelt es sich um eine Bombe. Ein spezieller Roboter wurde in das Gebäude geschickt, um nach möglichen Sprengsätzen zu suchen.

Eine Frau berichtete am ganzen Körper zitternd, die Schüsse seien auch außerhalb des Gebäudes gefallen. Brandon Hunt, Mitarbeiter des Zentrums, sagte: "Die Kollegen haben sich in Büros und Schränken versteckt." Das Geschehen spielte sich nach seiner Darstellung hauptsächlich in der Aula des Gebäudes ab.

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Die Polizei fahndet nach einem schwarzen SUV, der fluchtartig den Tatort verlassen hat. Die "New York Times" berichtete, dass nach dem Angriff ein Einkaufszentrum in der Nähe evakuiert wurde. In San Bernardino wurde eine Ausgangssperre verhängt.

 

Ergebnisse der Pressekonferenz

 

Sowohl die Polizei aus San Bernardino (mit ihrem Chef Jarrod Burguan), als auch der Sheriff der Stadt und das FBI schilderten ihre Ergebnisse bei der Pressekonferenz. Die Polizei nannte den Vorfall eine "active shooter situation", dessen Motiv noch immer unklar ist. "Drei Menschen haben das Gebäude betreten und das Feuer eröffnet", sagte Burguan. Sie hätten Langwaffen getragen. Weiter gab er an, dass während des Angriff mindestens 14 Menschen starben und ebenso viele verletzt wurden. Ob unter den Opfern Kinder sind, ist derzeit noch nicht bekannt, die Verwundeten wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Aufgrund der Größe des Gebäudes könnte es sein, dass sich die Verdächtigen immer noch im Gebäude befinden - die Spezialeinheiten sind dabei, die Einrichtung systematisch zu durchkämmen.

Das FBI spricht "möglicherweise" von einem "terroristischen Anschlag". Weiter ist man aufgrund der verwendeten Ausrüstung sicher, dass es sich bei der Schießerei um eine "professionelle Handlung" handelte, die "nicht aus dem Affekt heraus" geschah. Der Polizeichef sagte weiter: "Sie waren vorbereitet, sie machten den Eindruck, als würden sie einem Auftrag folgen." Die Straßen um den Tatort sind weitläufig gesperrt und abgeriegelt - in der Stadt wurde ein Zentrum eingerichtet, in dem sich Angehörige über den aktuellen Stand informieren können.

 

Obama plädiert für schärfere Waffengesetze

 

Präsident Barack Obama hat seine Forderung nach schärferen Waffengesetzen erneuert. "Wir brauchen strengere Waffengesetze, stärkere Hintergrundüberprüfungen, das sagt der gesunde Menschenverstand", sagte Obama am Mittwoch dem US-Sender CNN. Es könne nicht sein, dass jeder in einen Laden gehen und eine Schusswaffe kaufen könne. "Das ist ein Gesetz, das geändert werden muss." Nirgendwo in der Welt komme es so häufig zu Gewalttaten mit Schusswaffen wie in den USA. "So etwas passiert in anderen Ländern nicht in der selben Häufigkeit", sagte der Präsident.

 

Präsidentschafts-Kandidatin Hillary Clinton zeigte sich wenige Minuten nach dem Vorfall über Twitter bestürzt:

San Bernardino liegt knapp hundert Kilometer östlich von Los Angeles. Erst vor wenigen Tagen starben bei einer Schießerei in einer Abtreibungsklinik in Colorado Springs drei Menschen.

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