Rebellische Nonnen werden in Spanien aus Kloster vertrieben

Ein ungewöhnlicher Kirchenkonflikt in Spanien steuert auf seinen Höhepunkt zu: Eine Gruppe Nonnen steht kurz davor, ihr Kloster zwangsweise zu verlassen.
dpa |
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Nach fast zweijährigem Kampf haben die Nonnen ihren Kampf ums eigene Zuhause verloren.
Nach fast zweijährigem Kampf haben die Nonnen ihren Kampf ums eigene Zuhause verloren. © Europa Press/Europapress/dpa
Madrid/Burgos

Eine Gruppe rebellischer Nonnen hat in Spanien ihren fast zweijährigen Kampf ums eigene Zuhause verloren. Die sieben Schwestern eines Franziskanerordens müssen nach einer Entscheidung der Justiz ihr Kloster im Dorf Belorado bei Burgos im Norden des Landes bis Donnerstagvormittag verlassen.

Um einer erniedrigenden Zwangsräumung vor TV-Kameras zu entgehen, wollten die Nonnen aber schon vorher aus dem "Monasterio de Santa Clara" ausziehen, teilte ihr Sprecher Francisco Canals mit: "Sie werden einfach verschwinden. Sie wollen gehen, ohne gesehen zu werden - aus Würde."

Abtrünnige bezeichnen Vatikan als "Farce"

Der Konflikt sorgt in Spanien seit Mai 2024 für Aufsehen: Die Nonnen sagten sich damals von der Amtskirche los und erklärten unverblümt: "Wir erkennen den Vatikan nicht an - es ist eine Farce." Die katholische Kirche habe sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil von der "wahren Lehre" entfernt.

Daraufhin entbrannte ein Streit um die Kontrolle über das Kloster in Belorado und weitere Immobilien der Gemeinschaft, die die Nonnen ebenfalls verlieren. Die Ordensfrauen hatten versucht, ihre Gemeinschaft in eine zivile Vereinigung umzuwandeln, um nach der Trennung von der Kirche weiterhin gemeinsam leben und Klöster verwalten zu können. Das Innenministerium in Madrid verweigerte jedoch die Registrierung. Nach Auffassung der Kirche und der Justiz verloren die Frauen damit auch ihr Recht, im Kloster zu wohnen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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