Razzien nach Angriff auf Polizei bei Feier von Großfamilie

Nach einem Angriff auf Polizisten bei einer Familienfeier in Leverkusen durchsucht die Polizei mehrere Objekte. Drei mutmaßliche Rädelsführer stehen im Fokus der Ermittlungen.
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Polizisten tragen einen Rammbock.
Polizisten tragen einen Rammbock. © Christoph Reichwein/dpa
Leverkusen

Zwei Monate nach der eskalierten Feier einer Großfamilie in Leverkusen geht die Polizei mit Razzien gegen die mutmaßlichen Rädelsführer vor. Seit dem frühen Morgen werden nach dpa-Informationen mehrere Objekte durchsucht. Bei der Auseinandersetzung am Ostersonntag waren drei Polizisten zum Teil schwer verletzt worden.

Polizistin verlor mehrere Zähne

Am Abend des 5. April hatten in den Räumen einer ehemaligen Shisha-Bar in Leverkusen rund 50 Gäste gefeiert, die überwiegend einer Großfamilie angehören sollen. Die Polizei rückte wegen Lärmbeschwerden an und wurde von zahlreichen Gästen attackiert. Eine 29 Jahre alte Polizistin verlor nach früheren Angaben durch einen Flaschenwurf mehrere Zähne, ein Kollege erlitt einen Armbruch. Eine weitere Polizistin wurde leichter verletzt.

Eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe nahm zunächst 22 Beschuldigte ins Visier. Nach dpa-Informationen konnten inzwischen unter anderem durch Zeugenaussagen und Bodycam-Aufnahmen drei Personen als mutmaßliche Rädelsführer identifiziert werden.

NRW-Innenminister: "Polizei hat längeren Atem"

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte am Freitag: "In Leverkusen hat sich eine ganze Gruppe auf Polizistinnen und Polizisten gestürzt. Am Morgen stand die Polizei vor den Türen dieser Chaoten. Wir nehmen so einen Angriff nicht zu den Akten, sondern zerlegen ihn in seine Einzelteile und schauen uns an, wer was getan hat. Jeder, der mitgemacht hat, bekommt seine Konsequenz. Wer sich an Einsatzkräften vergreift, soll verstehen: Die Polizei hat immer den längeren Atem."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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