Protestplakat für Böhmermann plakatiert

Ein Künstlerkollektiv hat in Berlin in Sichtweite der türkischen Botschaft ein Plakat aufgehängt, das deutlich Stellung zur aktuellen Böhmermann-Debatte bezieht. Allerdings hing das Plakat nicht sehr lange.
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Das Plakat hing nicht lange, seine Wirkung dürfte es allerdings nicht verfehlt haben.
dpa/screenshot facebookdies irae Das Plakat hing nicht lange, seine Wirkung dürfte es allerdings nicht verfehlt haben.

Berlin - Die Debatte um das inzwischen schon berühmte Gedicht "Schmähkritik" von Jahn Böhmermann ist jetzt auch auf der Straße angekommen. Aktivisten eines werbekritischen Künstlerkollektivs brachten an einem Werbekasten in Berlin ein Protestplakat an, das sich in eindeutiger Weise mit dem Satiriker solidarisiert und die Reaktion des türkischen Präsidenten Erdogan harsch kritisiert.

Das Pikante daran: der Kasten steht nur ungefähr 250 Meter von der türkischen Botschaft entfernt.

 

Künstlergruppe verantwortlich

 

Unter der Überschrift "#mimimimi" ist mit drei Schlagworten die Meinung der Aktivisten klar beschrieben: "#freeboehmi", "#Satiredarfalles" und "#HumorloseKackbratze" steht dort geschrieben. Auf ihrer Facebookseite bekannte sich die Gruppe "DiesIrae" (Tage des Zorns) zu der Aktion. Über das Bild schrieben sie das Zitat: "Mit Verlaub Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch". Diese Worte schleuderte 1994 Joschka Fischer dem damaligen Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen an den Kopf, als dieser sich in eine laufende Bundestagsdebatte einmischte.

Lesen Sie hier: Bombendrohung nach Sendung zu Jan Böhmermann

Die Berliner sind schon früher durch solche Aktionen aufgefallen, sie benutzen dabei immer öffentliche Werbeflächen für ihre Botschaften. Wie die Aktivisten das Plakat in den Kasten bekommen haben, ist nicht klar. Denn zum Öffnen der Werbekästen bedarf es eines speziellen Schlüssels. "Mittlerweile gibt es ja im Netz überall Anleitungen, wie man solche Werbekästen knackt", sagt Frauke Bank von der Wall AG, die für die Werbefläche an der Stelle verantwortlich ist, dem Tagesspiegel.

Bereits am Mittwochmorgen allerdings entfernte die Firma das Protesplakat wieder.

 

 

 

 

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