Griechenland: Social-Media-Verbot für U-15-Jährige kommt

Ab 2027 ist für junge Menschen in Griechenland Schluss mit TikTok, Facebook, Instagram & Co: Für Jugendliche unter 15 Jahren soll es dann keinen Zugang mehr zu sozialen Medien geben.
dpa |
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In Griechenland sollen Kinder bis 15 Jahren vor Social Media geschützt werden. (Symbolbild)
In Griechenland sollen Kinder bis 15 Jahren vor Social Media geschützt werden. (Symbolbild) © Jan Woitas/dpa
Athen

Griechenland will als eines der ersten EU-Länder Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren den Zugang zu sozialen Medien untersagen. Das Verbot soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten, kündigte Staatsminister Akis Skertsos bei der Vorstellung der Maßnahme auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit anderen Ministern in Athen an. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte bereits im April auf TikTok erklärt, dass solch ein Verbot kommen werde.

"Es ist an der Zeit, dass wir uns mit dem Problem einer möglichen digitalen Abhängigkeit beschäftigen", sagte Staatsminister Skertsos nun. Gesundheitsminister Adonis Georgiadis zitierte eine Befragung von 2.500 Schülern, wonach ein Viertel der Befragten angab, soziale Medien übermäßig zu nutzen. Jeder Fünfte habe berichtet, nervös oder unsicher zu sein und Konzentrationsprobleme zu bekommen, wenn er keinen Zugang zu seinem Mobiltelefon hat.

EU-Recht soll bei Umsetzung helfen

Bei Verstößen der Plattformen sollen laut Digitalminister Dimitris Papastergiou die europäischen Kontroll- und Sanktionsmechanismen greifen. Nach dem Digital Services Act sind bei bestimmten Verstößen Geldbußen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes möglich.

Für eine EU-weite Lösung zum Schutz Minderjähriger im Internet hatte die EU-Kommission im September den EU Kids Act vorgelegt. Er sieht unter anderem ein Social-Media-Verbot für unter 13-Jährige und eigene Konten erst ab 15 Jahren vor. Über den Vorschlag beraten derzeit das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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