Flugzeugabsturz aufgrund "mechanischer Einwirkung"

Weshalb stürzte die Maschine der russischen Fluggesellschaft Kolavia in Ägypten ab? Die Airline glaubt nicht an einen Crew-Fehler oder eine technische Störung.
| dpa
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Bei dem Absturz eines russischen Ferienfliegers starben sämtliche Passagiere. Insgesamt waren 224 Menschen an Bord.
dpa Bei dem Absturz eines russischen Ferienfliegers starben sämtliche Passagiere. Insgesamt waren 224 Menschen an Bord.

Moskau - Kremlsprecher Peskow sagt: Keine Version ist ausgeschlossen - "vom Terrorakt bis zum Unfall". Der Absturz der russischen Passagiermaschine in Ägypten ist der Fluggesellschaft zufolge von einer "mechanischen Einwirkung" ausgelöst worden. "Die einzige erklärbare Ursache wäre eine mechanische Einwirkung auf das Flugzeug", sagte Kolavia-Vizechef Alexander Smirnow am Montag in Moskau. Details nannte er nicht.

Kolavia-Mitarbeiter Viktor Jung sagte, die Gesellschaft schließe einen Fehler der Crew und eine technische Störung "völlig aus". Weder Risse noch ein Ausfall der Systeme oder schlechter Treibstoff hätten das Unglück bewirken können. Zum Absturz hätten starke Schäden an Konstruktionen des Flugzeugs geführt. Nach Beginn der Katastrophe konnte die Maschine nicht mehr gesteuert werden. "Sie flog nicht, sie fiel", sagte Jung.

Lesen Sie hier: Keine Überlebenden nach Flugzeugabsturz in Ägypten

Ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte in einem nicht verifizierbaren Bekennerschreiben behauptet, die Maschine mit 224 Menschen zum Absturz gebracht zu haben. Experten und Regierungsangehörige Russlands und Ägyptens bezeichneten dies aber als unwahrscheinlich oder schlossen einen Anschlag aus.

Kremlsprecher Dmitri Peskow warnte am Montag vor verfrühten Schlussfolgerungen. Keine Version sei ausgeschlossen - "vom Terrorakt bis zum Unfall". "Man muss die ersten Untersuchungsergebnisse abwarten", betonte er.

Lesen Sie hier: Russisches Flugzeug mit 224 Menschen abgestürzt

Die Crew habe keinen Notruf abgesetzt, sagte Smirnow. "Offenbar war die Mannschaft zum Zeitpunkt der Katastrophe bereits vollständig arbeitsunfähig", meinte er. Der Airbus A-321 auf dem Weg von Scharm el Scheich nach St. Petersburg habe innerhalb von weniger als einer Minute massiv an Geschwindigkeit verloren und sei stark abgesackt.

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