Sicherheitskreise: Keine Überlebenden nach Flugzeugabsturz in Ägypten

Traurige Gewissheit nach dem Flugzeugabsturz in Ägypten: Laut Aussagen der örtlichen Behörden sind alle 224 Insassen tot.
| az, dpa
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Wie die russische Botschaft in Kairo am Samstag auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, starben alle Passagiere an Bord des Airbus A-321.
Dmitriy Petrochenko/RIA Novosti/dpa Wie die russische Botschaft in Kairo am Samstag auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, starben alle Passagiere an Bord des Airbus A-321.

Kairo - Beim Absturz des russischen Urlaubsfliegers der Fluggesellschaft Kogalymavia (Kolavia) auf der Sinai-Halbinsel sind den ägyptischen Behörden zufolge alle 224 Menschen an Bord getötet worden - darunter waren wohl 17 Kinder. Die Maschine war kurz nach dem Start im Ferienort Scharm el Scheich am Roten Meer vom Radar verschwunden und stürzte in gebirgigem Gelände ab. Mediziner seien an der Absturzstelle eingetroffen, hieß es in Sicherheitskreisen. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Auch die russische Botschaft in Kairo teilte am Samstag auf ihrer Facebook-Seite mit, dass kein Passagier des Airbus A-321 von Scharm el Scheich nach St. Petersburg überlegt hat.

Die ägyptischen Behörden gehen aktuell von einem technischen Defekt aus. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus Sicherheitskreisen erfuhr, wird ein Terrorangriff ausgeschlossen: «Der Unfall war das Ergebnis eines technischen Problems», sagte ein Behördenmitarbeiter, der anonym bleiben wollte. Der Airbus A-321 flog laut ägyptischer Flugaufsicht in einer Höhe von über 30.000 Fuß (rund 9100 Meter), als er vom Radar verschwand. Kurz zuvor habe der Pilot Probleme mit dem Kommunikationssystem gemeldet. Ein Flugschreiber sei bereits gefunden worden.

Lesen Sie hier mehr: Russisches Flugzeug mit 224 Menschen abgestürzt

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Bildung einer staatlichen Untersuchungskommission angeordnet. Die Leitung übernehme Regierungschef Dmitri Medwedew, teilte der Kreml in Moskau am Samstag mit. Putin ordnete zudem sofortige Hilfe für die Angehörigen der Opfer an und sprach ihnen sein Beileid aus. Die russische Generalstaatsanwaltschaft leitete der Agentur Interfax zufolge eine Prüfung der Tragödie ein.

Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier übermittelte der russischen Bevölkerung sein Beileid: "Unsere Gedanken sind jetzt bei all denen, die durch dieses tragische Unglück so plötzlich ihre Liebsten verloren haben", sagte er in Berlin. "Ich möchte in diesen schweren Stunden der ganzen russischen Bevölkerung mein aufrichtiges Beileid aussprechen."

Das Passagierflugzeug mit 224 Menschen an Bord war unterwegs vom ägyptischen Urlaubsort Scharm el Scheich nach St. Petersburg.

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