Flüchtlingsunterkunft bekommt Kontrollbereich

Nach zwei Abenden mit rechten Protesten wird die Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Bischofswerda nun besonders geschützt. Die Polizei richtet einen speziellen Kontrollbereich ein.
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Polizisten stehen am 18.09.2015 in Bischofswerda vor einem Bus, der Flüchtlinge in eine Notunterkunft bringt. Mehr als 50 Menschen versammelten sich am Freitagabend vor dem früheren Bekleidungsbetrieb und skandierten fremdenfeindliche Parolen.
dpa Polizisten stehen am 18.09.2015 in Bischofswerda vor einem Bus, der Flüchtlinge in eine Notunterkunft bringt. Mehr als 50 Menschen versammelten sich am Freitagabend vor dem früheren Bekleidungsbetrieb und skandierten fremdenfeindliche Parolen.

Bischofswerda/Dreden - In diesem können ohne zusätzlichen Grund Personen überprüft, Platzverweise ausgesprochen und Aufenthaltsverbote erteilt werden. Damit solle "potenziellen Störern der Wind aus den Segeln genommen werden", sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Samstag in Dresden und verurteilte zugleich das Verhalten der Pöbler. "Es ist beschämend, wie sich Einzelne gegenüber Schutzsuchenden benehmen."

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Am Vorabend hatten - wie schon in der Nacht zum Freitag - rechte Krawallmacher vor der Halle demonstriert. Busse mit Asylbewerbern waren nur unter Polizeischutz auf das Areal gelangt. Bis zu 100 teils alkoholisierte Rechte und Gaffer hatten die Zufahrt belagert, ausländerfeindliche Parolen skandiert und eine Flasche gegen einen Bus geworfen. Die Versammlung löste sich erst um Mitternacht auf, bis zum Morgen blieb es nach Polizeiangaben ruhig. 410 Flüchtlinge sind nach Angaben der Behörden derzeit in dem Gebäude untergebracht.

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