Eine Standard-Frage

Der Vize-Chefredakteur der AZ, Georg Thanscheidt, über Internet-Gerüchte und Buch-Projekte
| Georg Thanscheidt
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Bettina Wulff“ – das war bestimmt einer der meistgesuchten Begriffe dieses Wochenendes bei Google Deutschland. Denn wer bis jetzt noch keines der verleumderischen Gerüchte über Deutschlands Ex-First-Lady kannte – seit diesem Wochenende wusste er Bescheid. Als hätte jemand einen medialen Startknopf gedrückt, wurden all die vermeintlichen Details öffentlich, gegen deren sogar andeutungsweise Veröffentlichung Wulff bisher stets juristisch vorgegangen war. Qualitätszeitungen, Wochenmagazine, Tagesschau – sie alle nahmen sich des Themas an. Es schien fast so, als wäre die Klage gegen Deutschlands prominentesten TV-Journalisten, Günther Jauch, versehentlich erst der Presse und dann erst - gegen 17 Uhr am Freitag – Jauchs Anwalt zugefaxt worden.

Was natürlich eine durch nicht gestützte Mutmaßung ist – genau wie die Vermutung, das demnächst in einem Münchner Verlag erscheinende Buch von Frau Wulff habe etwas mit dieser wahrgenommenen Medien-Offensive zu tun. Auch wenn sich in der Berichterstattung Hinweise darauf finden, dass ihr Werk bereits in diesem Monat – und nicht wie „allgemein angenommen im November“ – erscheint.

Übrigens: Auch die AZ hat die Internet-Gerüchte vor geraumer Zeit zur Kenntnis genommen und geprüft. Da sich der Wahrheitsgehalt nicht belegen ließ, haben wir darüber nicht berichtet. Das entspricht journalistischen Standards – die aber nicht für Blogs und den Google-Algorithmus gelten.

 

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