Die Papstmacher: Jetzt wählen sie den Neuen

Im Vatikan beginnt die Wahl eines neuen Papstes. 115 Kardinäle kommen feierlich in der Sixtinischen Kapelle zusammen, um einen Nachfolger für den am 28. Februar zurückgetretenen Benedikt XVI. zu wählen.
| dpa
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Im Vatikan beginnt heute die Wahl eines neuen Papstes. 115 Kardinäle kommen feierlich in der Sixtinischen Kapelle zusammen, um einen Nachfolger für den am 28. Februar zurückgetretenen Benedikt XVI. zu wählen.

Rom - In Rom wird mit einem eher kurzen Konklave gerechnet. Allerdings ist nach Angaben von Vatikan-Sprecher Federico Lombardi nicht zu erwarten, dass die Kardinäle bereits bei einem ersten Wahlgang heute einen neuen Papst bestimmen. Das neue Oberhaupt von 1,2 Milliarden Katholiken muss mit Zweidrittel-Mehrheit gewählt werden.

Am Vormittag stimmen sich die Kardinäle im Petersdom mit einer Messe auf die Wahl eines neuen Papstes ein. Nachmittags ziehen sie in einer feierlichen Prozession in die Sixtinische Kapelle ein. Während des Konklaves sind die Purpurträger so abgeschottet, dass keine Informationen nach außen dringen können.

Ein erster Wahlgang bis zum Abend ist wahrscheinlich, er gilt als Test, bei dem sich schon Favoriten für das Papstamt herausschälen können. Am Mittwoch stünden dann bis zu vier Wahlgänge auf dem Programm, ebenso an den Folgetagen. Wie lange das Konklave dauert, hängt davon ab, wann ein Kandidat das notwendige Quorum von 77 Stimmen erreicht. Weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle signalisiert, dass ein neuer Papst gewählt worden ist.

Lesen Sie hier: Grauer Rauch über Rom - Eine Reportage über das Konklave von 2005

In den letzten Tagen wurden die Namen des Mailänder Erzbischofs Angelo Scola und des brasilianischen Kardinals Odilo Pedro Scherer als besonders aussichtsreiche Kandidaten für den Stuhl Petri genannt. Auch der New Yorker Erzbischof Timothy Dolan wird genannt. Aus Europa kommen 60 der 115 Papst-Wähler. Sie sind damit knapp in der Mehrheit.

Joseph Ratzinger (85) war am 28. Februar als erster Papst der Neuzeit zurückgetreten. Er hatte diesen historischen Schritt nach knapp achtjähriger Amtszeit mit nachlassenden Kräften infolge seines hohen Alters begründet.

Seit Montag vergangener Woche hatten rund 150 Kardinäle in Rom über das Anforderungsprofil des neuen Papstes geredet und sich unter anderem über eine Reform der Kurie, die Finanzlage des Heiligen Stuhls und die Krisen der Weltkirche ausgetauscht. Die "Vatileaks"- Affäre um gestohlene Dokumente und Intrigen im Vatikan kam auch zur Sprache.

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