Bund und Länder wollen Datenbank für Lebensmittelkontrollen

Supermarktkunden sollen sich darauf verlassen können, dass Produkte in Ordnung sind - und sonst schnelle Warnungen kommen. Nach jüngsten Problemfällen planen Bund und Länder Verbesserungen.
| dpa
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Ein Kontrolleur misst die Temperatur von Lachsfilets.
Oliver Berg/dpa/dpa Ein Kontrolleur misst die Temperatur von Lachsfilets.

Berlin - Angesichts mehrerer Rückrufe wegen verunreinigter Lebensmittel wollen Bund und Länder den Informationsaustausch zum Schutz der Verbraucher beschleunigen.

Vereinbart worden sei unter anderem, dass Unternehmen Lieferlisten digital zur Verfügung stellen müssten, sagte die hessische Agrarministerin Priska Hinz (Grüne) nach einem Treffen bei Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) in Berlin. Zudem solle eine bundesweite zentrale Datenbank aufgebaut werden, in die die Länder Erkenntnisse über Keimfunde einspeisen.

Klöckner sagte, insgesamt laufe das System der Lebensmittelkontrollen in Deutschland gut. Es gebe aber Optimierungsbedarf an der einen oder anderen Stelle. Verbessert werden solle etwa der Austausch zwischen Bund und Ländern schon unterhalb der Schwelle eines Krisenfalls. Die Verbraucher hätten das Recht auf sichere Lebensmittel. Die Gesundheit dürfe niemand aufs Spiel setzen, dafür müssten die Hersteller sorgen.

Kürzlich waren unter anderem bestimmte Packungen mit fettarmer Frischmilch wegen Durchfallerregern vom Markt genommen worden. In Hessen wurde Anfang Oktober der Betrieb des Herstellers Wilke geschlossen, nachdem in Produkten Listerien nachgewiesen wurden.

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