Bericht: Belgische Polizei ließ Hinweise liegen

Die Terroranschläge von Paris und die Fahndung nach den Tätern: Die Ermittler sollen im Vorfeld in mindestens 13 Fällen Fehler gemacht oder wichtigen Hinweisen nicht nachgegangen sein.
| dpa
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Place de la Republique in Paris: Gedenken an die Opfer der Anschläge vom 13. November 2015.
dpa Place de la Republique in Paris: Gedenken an die Opfer der Anschläge vom 13. November 2015.

Brüssel - Eine nach den Terroranschlägen von Paris in Auftrag gegebene Untersuchung bestätigt laut einem Medienbericht Versäumnisse der belgischen Polizei.

Wie die Tageszeitung "De Tijd" am Samstag berichtete, sollen Ermittler im Vorfeld in mindestens 13 Fällen Fehler gemacht oder wichtigen Hinweisen nicht nachgegangen sein. Dabei sei es unter anderem um Verdachtsmomente gegen die späteren Selbstmordattentäter Brahim Abdeslam und Bilal Hadfi sowie deren mutmaßlichen Unterstützer Salah Abdeslam gegangen.

Grund für die Versäumnisse sei unter anderem Personalmangel gewesen, heißt es.

Lesen Sie hier: Anschlag geplant? Polizei fahndet nach diesem Syrer

Bei der Anschlagsserie in Paris hatten Extremisten mit Verbindung zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am 13. November vergangenen Jahres 130 Menschen getötet. Zudem starben an dem Tag und bei einer späteren Polizeiaktion insgesamt neun Attentäter.

Ein Sprecher der belgischen Polizei zeigte sich verärgert darüber, dass der von einem Kontrollgremium des belgischen Parlaments erstellte Bericht an die Öffentlichkeit gelangte. Man würde gerne darauf reagieren, sei aber derzeit an Geheimhaltungspflichten gebunden, sagte Peter De Waele dem Sender VRT Nieuws.

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