Zweckentfremdung: 350 Wohnungen in München aufgeflogen

Die städtischen Fahnder sind erfolgreich – vor allem in Neuhausen und der Maxvorstadt.
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Über 300 Wohnungen hat die Stadt erfolgreich wieder dem normalen Wohnungsmarkt zugeführt.
AZ-Montage/dpa/imago images Über 300 Wohnungen hat die Stadt erfolgreich wieder dem normalen Wohnungsmarkt zugeführt.

München - Über 13.000 Wohnungen haben die städtischen Zweckentfremdungsfahnder vergangenes Jahr überprüft. Am Ende waren es 350 Wohnungen, die sie "dem Wohnungsmarkt erfolgreich wieder zuführen" konnten, wie es im Amtsdeutsch heißt.

145 davon standen leer, 98 wurden etwa verbotenerweise als Büro genutzt, 107 waren illegal als Ferienwohnung vermietet – so steht es in einem Bericht des Sozialreferats zum Thema Zweckentfremdung, der am Mittwoch dem Stadtrat vorgelegt wird. Mal zum Vergleich: Müsste die Stadt 350 Sozialwohnungen neu bauen, würde das rund 132 Millionen Euro an Steuergeldern kosten.

103 Gerichtsverfahren gewonnen - und halbe Million eingenommen

Spitzenreiter unter den betroffenen Stadtvierteln sind übrigens die begehrte Maxvorstadt (dort sind 61 zweckentfremdete Wohnungen aufgeflogen) und Neuhausen (64 Wohnungen).

Das Sozialreferat hat 2019 außerdem 103 von 105 Gerichtsverfahren gegen Zweckentfremder gewonnen, 1.560.000 Euro an Zwangsgeldern angedroht – und 495.000 Euro eingenommen. Obendrein hat die Stadt 980.000 Euro an Bußgeldern verhängt und in drei Fällen eine Ersatzzwangshaft durchgesetzt.

Lesen Sie hier: Kaufhof-Schließung in München - Opposition will Antworten von Reiter

 

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