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Zur Münchner Alkohol-Debatte: Verbots-Vergnügen

AZ-Lokalchef Felix Müller über die Münchner Debatte zum Alkoholverbot in der Öffentlichkeit.
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München - Verbote zu erlassen falle ihm nicht leicht, hat Oberbürgermeister Dieter Reiter kürzlich der AZ gesagt.

In München mit Verboten über Ziel hinausgeschossen

Ziemlich schwer fällt seinem Kreisverwaltungsreferenten offenbar, zu akzeptieren, wenn man mit seinen Verboten übers Ziel hinausgeschossen ist. Schon im Sommer ist die Stadt - nachvollziehbarerweise und zurecht - am Ansinnen gescheitert, einfach stadtweit Alkohol in der Öffentlichkeit zu verbieten, völlig gleichgültig, ob es sich um einen Platz mit Massenauflauf-Problemen handelt oder einfach nur ein einzelner Mensch auf einer Parkbank sein Bierchen trinkt. Nun haben die Gerichte den Freistaat mit einer ähnlichen Regel ausgebremst. Und was macht das KVR? Dreht sich die Dinge so hin, dass man weiter einfach mal überall alles verbieten kann.

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Alkohol-Verbotsplätze: Es geht Stadt und Staat nichts an

Möglich, dass diese Haltung wieder keinen Bestand haben wird. Und Thomas Böhle anders als am Mittwoch großmundig angekündigt, doch wieder einzelne Verbotsplätze definieren wird (müssen), so, wie es Markus Söder sich wünscht.

Zurück bleibt der Eindruck, dass man eben doch gerne verbietet in dieser Stadt. Auch wenn es gar keine Rolle für den Infektionsschutz spielt. Etwa dann, wenn Menschen beim erlaubten Zweier-Spaziergang einen Glühwein trinken. Ob man das im kalten Winter nachvollziehbar findet, sei jedem selbst überlassen. Im Wortsinn. Es geht Staat und Stadt schlicht nichts an.

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