Zschäpe und Beamter verletzt: NSU-Konvoi baut Unfall!

Die Angeklagte Beate Zschäpe und ein Polizist werden bei einem Unfall leicht verletzt – ein Gefangenenbus wird massiv beschädigt. Es soll sich nicht um eine versuchte Befreiung gehandelt haben
| Nina Job
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Der NSU-Konvoi mit Beate Zschäpe in der Linprunstraße auf dem Weg zum Oberlandesgericht.
Marc Müller/dpa Der NSU-Konvoi mit Beate Zschäpe in der Linprunstraße auf dem Weg zum Oberlandesgericht.

Die Angeklagte Beate Zschäpe und ein Polizist werden bei einem Unfall leicht verletzt – ein Gefangenenbus wird massiv beschädigt. Es soll sich nicht um eine versuchte Befreiung gehandelt haben.

München - Auf der Fahrt zum 369. Verhandlungstag im NSU-Prozess hat der Fahrer eines Gefangenentransporters am Mittwochmittag auf der Nymphenburger Straße einen Unfall gebaut. Nach AZ-Informationen wurden zwei Personen leicht verletzt: Ein Polizeibeamter und die Hauptangeklagte Beate Zschäpe.

Gegen 11:30 Uhr, fuhr der Konvoi – bestehend aus drei Bussen und zwei Streifenwagen – von der Landshuter Allee über die Nymphenburger Straße mit Blaulicht zum Oberlandesgericht. Andere Autofahrer warteten am Straßenrand, um die fünf Fahrzeuge passieren zu lassen. Augenzeuge Hans G. (Name geändert), der am Straßenrand wartete, berichtete der AZ, der Konvoi sei schnell unterwegs gewesen.

Gefangenenbus kracht in Streifenwagen

Als sich die Kolonne näherte, ging gerade eine Fußgängerin auf Höhe der Lazarettstraße über die Nymphenburger Straße. Um die Frau nicht zu überfahren, musste der Fahrer im ersten Wagen stark abbremsen. Der nachfolgende Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig stoppen.

Der Gefangenenbus krachte gegen das Heck des Streifenwagens. "Die Fußgängerin hat es gerade noch auf die andere Seite geschafft", so der Augenzeuge. Der Konvoi habe sich unmittelbar nach dem Unfall in Bewegung gesetzt und sei weitergefahren, obwohl der Gefangenentransporter an der Front massiv beschädigt war.

Keine versuchte Gefangenenbefreiung

Nur die Polizisten aus dem ersten Wagen blieben am Unfallort. Der 369. Verhandlungstag fand gestern trotzdem statt. Die kommenden drei Verhandlungstage wurden abgesetzt. Mit dem Unfall soll dies nichts zu tun haben. Ein Polizeisprecher bestätigte den Unfall. Er betonte, dass er aber nicht ursächlich mit Personen zusammenhing – was heißt, es habe sich nicht um eine versuchte Gefangenenbefreiung gehandelt.

2010 gab es ganz in der Nähe schon mal einen Unfall mit einem gepanzerten Gefangenentransporter. Er landete in der Hecke eines Edel-Restaurants. Im Bus saß ein Mitglied einer Asar-al-Islam-Terrorgruppe.

Lesen Sie hier den AZ-Kommentar zu Thema: Legales Straßenrennen auf der Nymphenburger

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