Zentrale Münchner U-Bahn-Haltestelle wird lange gesperrt - was Pendler jetzt wissen müssen

In Kürze sollen am U-Bahnhof Poccistraße dringend notwendige Sanierungsarbeiten beginnen. Bis August 2027 wird die Haltestelle während zweier Bauphasen monatelang gesperrt sein.
André Wagner |
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Wegen Sanierungsarbeiten wird der U-Bahnhof Poccistraße bis August 2027 zweimal für mehrere Monate gesperrt. (Archivbild)
Wegen Sanierungsarbeiten wird der U-Bahnhof Poccistraße bis August 2027 zweimal für mehrere Monate gesperrt. (Archivbild) © Daniel von Loeper

Das wird vielen Nutzern und Pendlern der U3 und U6 gar nicht schmecken. Wegen dringend notwendiger Sanierungsarbeiten wird die U-Bahnhaltestelle Poccistraße bis zur geplanten Beendigung der Baumaßnahmen im August 2027 mehrmals gesperrt werden – insgesamt für acht Monate.

Wie aus der Ausschreibung hervorgeht, soll die Haltestelle in drei Bauphasen saniert werden, die erste davon ist bereits für das Frühjahr 2026 geplant. Dafür erfolgt an der Haltestelle Poccistraße vom 18. Mai bis 18. September eine erste Vollsperrung des gesamten Bahnhofs, während der es auch keine Durchfahrt von Zügen des Linienverkehrs geben wird.

Erste Bauphase beginnt im Mai: Wegen Wiesn ist Punktlandung notwendig

Beim Abschluss der ersten Bauphase müssen die Arbeiter eine Punktlandung hinlegen: Am 19. September wird die Haltestelle wieder benötigt, denn an diesem Tag beginnt das Oktoberfest auf der nahegelegenen Theresienwiese.

Nach Abschluss der Wiesn werden die Sanierungsarbeiten dann fortgesetzt. Die zweite Bauphase ist aktuell für den Zeitraum vom 5. Oktober bis zum 27. November datiert, dabei soll es allerdings einen eingleisigen Fahrbetrieb mit Fahrgastwechsel an der Haltestelle Poccistraße geben.

Ab 28. November bis zum Frühjahr 2027 ist die Haltestelle dann für den normalen U-Bahnbetrieb wieder freigegeben. Am 12. April 2027 soll dann die dritte und letzte Bauphase der Sanierungsarbeiten beginnen. Bis zum 1. August 2027 wird der U-Bahnhof dann wieder vollständig gesperrt, auch Zug-Durchfahrten wird es in diesem Zeitraum nicht geben.

Grund für die verschiedenen Bauphasen: Zum Oktoberfest und in den kalten Herbst- und Wintermonaten greifen deutlich mehr Menschen auf die U-Bahn zurück.

SEV wird eingerichtet

Während der beiden Bauphasen mit Vollsperrung wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet. Zwischen den Haltestellen Implerstraße-Poccistraße-Goetheplatz und Sendlinger Tor soll alle zwei Minuten ein Bus fahren. Dabei wird erstmals nicht nur die eigentliche U-Bahnstrecke vom SEV abgedeckt. Von der Implerstraße soll, so der Plan, alle fünf Minuten ein SEV-Bus bis zum Hauptbahnhof fahren.

Die Sanierungsarbeiten an der Haltestelle sind unvermeidlich und schon längst überfällig. Der U-Bahnhof Poccistraße existiert bereits seit dem Jahr 1978. In den fast fünf Jahrzehnten hat der Stahl, der damals verwendet wurde, Rost angesetzt. Schon vor zehn Jahren wurden an der Tragwerkskonstruktion der Deckengewölbe erhebliche Mängel entdeckt, welche die MVG im Dezember 2016 provisorisch sichern ließ. Nun sollen die endgültigen Sanierungsmaßnahmen erfolgen. 

Neben der Standsicherheit spielt auch das Thema Brandschutz eine sehr große Rolle bei den Bauarbeiten. So soll in den kommenden Monaten u. a. eine leistungsstarke maschinelle Entrauchungsanlage installiert werden. Diese soll über einen separaten, neun Meter hohen Abluftturm mit einer Entrauchungsturbine betrieben werden.

Baukosten sollen durch Stellplatzablöse teilfinanziert werden

Insgesamt beziffern sich die geplanten Kosten für die Sanierungsarbeiten auf etwa 23,5 Millionen Euro. Bei der Stadtratssitzung am 25. März 2026 wurde beschlossen, dass Teile dieser Kosten (die Rede ist von 9,3 Millionen Euro) aus der Stellplatzablöse finanziert werden sollen. Bei der Stellplatzablöse handelt es sich um Geld, welches Bauherren an die Stadt München zahlen, wenn die bei Neubauten nicht ausreichend Parkplätze zur Verfügung stellen können. Die konkreten Beträge werden durch die Stadt München festgesetzt und können je nach Zone unterschiedlich hoch ausfallen. Sie liegen im Bereich zwischen 7500 und 12.500 Euro je Stellplatz. Die Mittel der Stellplatzablöse fließen in den Ausbau von Parkhäusern und, wie jetzt im Fall der Haltestelle Poccistraße, in den ÖPNV.

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  • gubr vor 5 Minuten / Bewertung:

    Nächstes Jahr gibt es dann wieder 4 Monate Sperrung für die Erneuerung der letztes Jahr verpfluschten Weiche am Harras. Dass die Sperrung notwendig ist, ist unstrittig, nur dass man nicht die Arbeiten bündelt, ist ein Unding. Die U6 ist jedes Jahr für mehrere Monate irgendwo unterbrochen. Das soll mir niemand erzählen, dass man da nicht hätte mehr bündeln können.
    Und wieso geht der SEW nicht dann gleich bis zum Sendlinger Tor, wo die Leute in die U1/U2 umsteigen? Die 300m vom Goetheplatz hätte der auch noch fahren können und hätte einen, einen zusätzlichen Umstieg erspart. Sowieso kann der Bus am Goetheplatz unmöglich wenden.
    Aber aufregen bringt ja nichts. Die Leute haben ja die Gleichen wiedergewählt und ihnen noch dazu den Bürgermeister vermacht.

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  • HanneloreH vor 5 Stunden / Bewertung:

    Ich glaub ich hab das bei der letzten Sperre auf dieser Strecke U3/6 auch schon gesagt da ja dies nun die 3. Sperre ist.

    Warum wird nicht einmal gesperrt und alle anfallenden arbeiten durchgezogen. Das ist ja nicht erst im letzten Herbst bekannt geworden. Spricht da die linke nicht mit der rechten Hand? Unmöglich

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  • kartoffelsalat vor 2 Stunden / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von HanneloreH

    Weil städtische Bauplanung etwas komplexer ist als HanneloreH das glaubt.

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