X-Bar kurz vor der Schließung: Spendenkampagne soll die Kult-Kneipe retten

Die X-Bar in München steht wegen der anhaltenden Corona-Krise kurz vor dem Aus. Eine Spendenkampagne soll die Kult-Kneipe nun retten.
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Die X-Bar in der Sternstraße im Lehel.
Die X-Bar in der Sternstraße im Lehel. © X-Bar

München - Clubs und Bars, Boazn und Diskos – sie alle sind seit Monaten wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Für viele Gastronomen geht es inzwischen um die blanke Existenz.

Auch die X-Bar in München hat mit der Corona-Krise zu kämpfen, Inhaber Frank Schmitt muss möglicherweise bald für immer schließen. Damit das nicht passiert, wurde nun eine Online-Spendenkampagne ins Leben gerufen, um den Fortbestand der X-Bar zu sichern. "Ich habe mich entschlossen, das so nicht zu akzeptieren und alle Möglichkeiten zu nutzen, um gemeinsam ums Überleben zu kämpfen", sagt Peter Stübing, ein Freund Schmitts, der die Kampagne initiiert hat, der AZ.

X-Bar: Umzug von Schwabing ins Lehel

Im Sommer 2019 musste die X-Bar von Schwabing ins Lehel umziehen. Über 20 Jahre lang war die Kult-Kneipe in der Clemensstraße zu finden, doch dann wurde der auslaufende Pachtvertrag nicht verlängert. Wenig später eröffnete Schmitt in der Sternstraße im Lehel, doch nun droht der X-Bar wegen Corona das endgültige Aus!

Am 1. April wurde die Spendenkampagne veröffentlicht, seitdem sind bereits knapp 8.000 Euro eingegangen! Angedacht sind 20.000 Euro als Spendenziel. "Viele haben auf sowas gewartet, aber niemand hat's gemacht", so Stübing. "München würde eine der letzten multikulturellen und generationsübergreifenden Undergroundbars verlieren und vermutlich sogar die letzte Möglichkeit für Nachwuchsbands live aufzutreten."

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"Ein München ohne X ist wie eine Leberkassemmel ohne Leberkas"

Um seine Bar doch noch zu retten, will Inhaber Frank Schmitt nun jede Möglichkeit nutzen. Der Wirt plant, auch die Küche zu nutzen und Picknick-Pakete zum Mitnehmen anzubieten. So soll die endgültige Schließung doch noch hinausgezögert werden. Auch Stübing tut alles, um das Aus der X-Bar doch noch abzuwenden. "Ein München ohne X ist wie eine Leberkassemmel ohne Leberkas. Das darf nicht sein!!!", schreibt er in seinem Spendenaufruf.

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