Wolfgang Stefinger: CSU-Stimmenkönig ohne Listenplatz

Im Münchner Osten tritt mit Wolfgang Stefinger ein Vertreter einer liberalen Großstadt-CSU an. Seit 2013 vertritt der Betriebswirt den Wahlkreis im Bundestag.
| Irene Kleber
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Wolfgang Stefinger im Bundestag in Berlin.
Wolfgang Stefinger im Bundestag in Berlin. © Wolfgang Kumm/dpa

München - Neulich hat Wolfgang Stefinger (36) eine amüsante Mail aus Berlin bekommen: Da stehe ein Wahlplakat mit seinem CSU-Gesicht im Ortsteil Spandau herum, mitten im CDU-Land. Ob er es nicht bitte wieder zurück nach München holen könne? "Vielleicht hat es ein Fan nach Berlin gefahren", scherzt er, "um schon Fakten zu schaffen." Stefinger nimmt es als gutes Omen. Denn der CSU-Bundestagsabgeordnete (promovierter Betriebswirt, ledig) aus Waldperlach schaut wie seine CSU-Kollegen nicht sehr tiefenentspannt auf die Prognosen.

Stefinger tritt ohne Listenplatz-Absicherung an

Stefinger tritt zum dritten Mal als Direktkandidat an, er vertritt den Münchner Osten seit 2013 im Bundestag und hat jedes Mal das beste Erststimmen-Ergebnis für die CSU in München eingefahren (2017: 36,8 Prozent). Der Vertreter einer CSU als liberale Großstadtpartei geht ohne Listenplatz-Absicherung an den Start – er hat zugunsten einer weiblichen Kandidatin verzichtet.

Er fühlt sich, sagt er, ohnehin zuvorderst den Bewohnern seines Wahlkreises verpflichtet – und erst danach seiner Partei. Das gebe ihm mehr Freiheit bei Abstimmungen, mit denen er auch mal aneckt bei den eigenen Leuten (wie beim Thema Migration und bei seinem Ja zur Ehe für alle).

Einsatz für den Erhalt des Markts am Wiener Platz

In Berlin befasst sich Wolfgang Stefinger viel mit Bildung, Forschung und Entwicklungsländern ("Der Kampf gegen Klimawandel funktioniert nur international"). Daheim in München hat er auch deshalb einen großen Fanclub, weil er mit zig Vereinen Kontakt hält und vehement für den Erhalt des Viktualienmarkts und des Markts am Wiener Platz eintritt.

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Auch für den Bahnausbau und für günstige Mieten streitet Stefinger: Auf sein Drängen hin wurde das Steuerrecht so geändert, dass billige Werkswohnungen in München billig bleiben können – ohne Steuernachteile für Mieter und Vermieter. 

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