Wiesn-Wirte verwarnt: Sie haben auf der Wiesn geparkt!

„Im Wiederholungsfalle lassen wir das Fahrzeug nicht mehr auf den Festplatz einfahren“, droht die Stadt. Betroffen sind unter anderem Toni Roiderer und Stephan Kuffler.
| Laura Kaufmann
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Christian Schottenhamel: „Wenn die Stadt solche Zettel austeilt, ist das schon lustig.“
Petra Schramek 3 Christian Schottenhamel: „Wenn die Stadt solche Zettel austeilt, ist das schon lustig.“
Auch betroffen: Wiesn-Wirte-Sprecher Toni Roiderer
az 3 Auch betroffen: Wiesn-Wirte-Sprecher Toni Roiderer
Dieter Reiter: „Ich bin mir 
sicher, dass die Betroffenen die Zettelaktion entspannt sehen.“
AZ 3 Dieter Reiter: „Ich bin mir sicher, dass die Betroffenen die Zettelaktion entspannt sehen.“

München - Auf die Theresienwiese darf niemand einfach so, wenn das Oktoberfest entsteht: Da braucht es Berechtigungen. Baufahrzeuge dürfen natürlich, und Fahrer mit triftigen Grund: Wiesn-Wirte zum Beispiel. Wie letzte Woche, als sie alle von der Stadt eingeladen waren, sich im Hackerzelt den neuen Wiesnkrug anzuschauen. „Es ist halt so, dass das Einfahren und das Parken auf der Wiesn geregelt ist“, sagt Wolfgang Nickl vom Referat für Arbeit und Wirtschaft. „Offenbar ist der Ordnungsdienst an diesem Tag aber ein bisserl übers Ziel hinaus geschossen.“

Denn während die Wiesn-Wirte, die im halbfertigen Hackerzelt die Krug-Präsentation mit Kabarettistin Lizzy Aumeier verfolgten, verteilte der Ordnungsdienst Zetterl auf ihren Windschutzscheiben. „Sie haben den Parkschein nicht sichtbar im Auto liegen (...) im Wiederholungsfalle (...) lassen wir das Fahrzeug nicht mehr auf den Festplatz einfahren.“

Ein Wiesn-Wirt – mit Wiesn-Verbot? „Erst hab ich schon blöd geschaut, aber das war ja klar, dass das nichts Ernstes ist und wie das gelaufen ist“, sagt Stephan Kuffler. Auch er hatte vor dem Hackerzelt geparkt und fand den Schrieb an seiner Scheibe. Zwei Tage nach der Krugpräsentation, nach dem Aufstellen der Kerze für eine friedliche Wiesn, saß die Wirterunde mit Wiesn-Chef Reiter im Biergarten der Familie Heide beisammen – und hielt ihm den Wisch unter die Nase.

Dieter Reiter wusste selbst nichts davon, hat aber echt gut reagiert. Ich weiß ja wie das ist, ich kann ein Lied davon singen, wie das mit manchen Mitarbeitern ist“, sagt Kuffler. „Ich hatte keinen, ich habe auch vor meinem eigenen Zelt geparkt. Aber wenn die Stadt bei ihrer eigenen Konferenz solche Zettel austeilt, ist das schon lustig“, sagt Christian Schottenhamel. Und Toni Roiderer löste das Dilemma mit dem Schrieb auf seine eigene Art: „Ich hab’s dem Reiter gegeben und gesagt, Da, schau her! Aber mei, man soll seinen Schein ja immer gut sichtbar an der Windschutzscheibe haben, also selbst schuld.“

Über die Aktion konnten dann doch alle lachen – „Ich bin mir sicher, dass die Betroffenen die Zettelaktion entspannt sehen“, meint Reiter. So lange ihre Karossen wieder unbehelligt vor dem Zelt parken dürfen.

 

 

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