Wie Studenten die Herzog-Wilhelm-Straße umgestalten würden - wenn sie dürften

So könnte die Herzog-Wilhelm-Straße in Zukunft aufgewertet werden: mit Pavillons als Treffpunkt, dem hochgepumpten Bach, Flohmarkt und Kino.
| Eva von Steinburg
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Ein Brunnen als Treffpunkt: "Vermeintlich natürlich" haben die Architekturstudenten Josiane Schmidt und Alexander Throm ihren Entwurf für die Neugestaltung des Freiraums an der Herzog-Wilhelm-Straße genannt.
TU München 5 Ein Brunnen als Treffpunkt: "Vermeintlich natürlich" haben die Architekturstudenten Josiane Schmidt und Alexander Throm ihren Entwurf für die Neugestaltung des Freiraums an der Herzog-Wilhelm-Straße genannt.
Musik machen, sich mal hinsetzen: Eine temporäre offene Bühne in der Stadt schlagen Irem Doga Akgul und Sofia Avdeeva zur Vitalisierung der Herzog-Wilhelm-Straße vor. Die Studentinnen haben sich eine leichte Stahlkonstruktion überlegt. Darüber ist als Haut ein Netz gespannt. Vorteil: Der Pavillon ist fix aufgebaut und wandelbar.
TU München 5 Musik machen, sich mal hinsetzen: Eine temporäre offene Bühne in der Stadt schlagen Irem Doga Akgul und Sofia Avdeeva zur Vitalisierung der Herzog-Wilhelm-Straße vor. Die Studentinnen haben sich eine leichte Stahlkonstruktion überlegt. Darüber ist als Haut ein Netz gespannt. Vorteil: Der Pavillon ist fix aufgebaut und wandelbar.
Alles fließt: "Pavillon revitalisierter Stadtbach" heißt dieser Entwurf von Anthony Butcher und Muriel Lippert. In ihrer Vision lassen sie den Stadtbach wieder an der Oberfläche fließen.
TU München 5 Alles fließt: "Pavillon revitalisierter Stadtbach" heißt dieser Entwurf von Anthony Butcher und Muriel Lippert. In ihrer Vision lassen sie den Stadtbach wieder an der Oberfläche fließen.
Auch hier wird die Erinnerung an den Bach hervorgeholt: Spundwände, wie man sie von Hafenanlagen kennt, dienen als Pavillonwand. Die Metallwände werden tief in den Boden versenkt und stellen die Verbindung zu dem zugeschütteten Stadtbach her, der fünf Meter unter der Oberfläche liegt. Maximilian Lewark und Jan Lubes schlagen eine industrielle und keine romantische Ästhetik für diesen Stadtraum vor.
TU München 5 Auch hier wird die Erinnerung an den Bach hervorgeholt: Spundwände, wie man sie von Hafenanlagen kennt, dienen als Pavillonwand. Die Metallwände werden tief in den Boden versenkt und stellen die Verbindung zu dem zugeschütteten Stadtbach her, der fünf Meter unter der Oberfläche liegt. Maximilian Lewark und Jan Lubes schlagen eine industrielle und keine romantische Ästhetik für diesen Stadtraum vor.
Ein neuer Ort für Flohmarkt, Freiluftkino oder für eine temporäre Bar: "Stadthalle" nennen die Studenten Maximilian Kirn und Anastasiya Shalkevich ihren Vorschlag für einen großen Pavillon etwas nördlich vom Sendlinger Tor. Ihre Holzkonstruktion mit Vorhängen an den Seiten ist inspiriert von einer Markthalle in Italien. Denn in Venedig existiert ein Fischmarkt - mit Wänden, die Vorhänge sind.
TU München 5 Ein neuer Ort für Flohmarkt, Freiluftkino oder für eine temporäre Bar: "Stadthalle" nennen die Studenten Maximilian Kirn und Anastasiya Shalkevich ihren Vorschlag für einen großen Pavillon etwas nördlich vom Sendlinger Tor. Ihre Holzkonstruktion mit Vorhängen an den Seiten ist inspiriert von einer Markthalle in Italien. Denn in Venedig existiert ein Fischmarkt - mit Wänden, die Vorhänge sind.

München - Sie führt vom Stachus zum Sendlinger Tor: die Herzog-Wilhelm-Straße. Herrlich zentral gelegen, könnte sie ein Münchner Wohlfühlort sein. Doch die Herzog-Wilhelm-Straße gilt vielen als Unort: nicht einsehbar, dunkel, mit einer Tankstelle an der Ecke zur Herzogspitalstraße und zwei Tiefgaragenabfahrten. Dabei ist genau diese City-Achse historisch besonders: Hier führte im Mittelalter die Stadtmauer entlang. Tief unten lag der westliche Stadtgrabenbach. Um 1900 wurde er zugeschüttet. Sein altes Bett liegt fünf Meter unter der Straße.

Herzog-Wilhelm-Straße: "Es wird Zeit, dass hier etwas passiert!"

"Es gibt hier keine Offenheit, sondern düstere Ecken, viele Nischen und Probleme mit dem Verkehr", sagt Jana Hartmann (30), wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Städtische Architektur der TU München: "Es wird Zeit, dass hier etwas passiert!"

Alles fließt: "Pavillon revitalisierter Stadtbach" heißt dieser Entwurf von Anthony Butcher und Muriel Lippert. In ihrer Vision lassen sie den Stadtbach wieder an der Oberfläche fließen.
Alles fließt: "Pavillon revitalisierter Stadtbach" heißt dieser Entwurf von Anthony Butcher und Muriel Lippert. In ihrer Vision lassen sie den Stadtbach wieder an der Oberfläche fließen. © TU München

Der Münchner Stadtrat hat bereits beschlossen, die Straße aufzuwerten. Eine Reaktivierung des Stadtgrabenbachs und eine Fußgängerzone sind im Gespräch.

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Auf Initiative von "Green City" haben 29 Münchner Architekturstudenten der TU jetzt ihre Entwürfe für einen städtischen Pavillon und die Aufwertung der Straße präsentiert. Ihre Ideen waren im Schaufenster der Evangelischen Stadtakademie an der Herzog-Wilhelm-Straße zu sehen: Die meisten Vorschläge arbeiten mit Wasser, um an den Stadtbach zu erinnern. Sie reichen von leichten, mobilen Pavillons bis hin zu einer Art Stadthalle nahe dem Sendlinger Tor: für Flohmärkte, Freiluftkino oder für eine Bar.

Münchner Architekturstudenten  entwerfen Pläne für die  Herzog-Wilhelm-Straße

"Von der Stadtgesellschaft gab es viel positive Resonanz für die Entwürfe. Denn so kann es nicht weitergehen", sagt Architektur-Dozentin Jana Hartmann. Sie erklärt das allgemeine Interesse an einer Verschönerung dieses Stadtraums so: "Das ist ein Ort, den die Bevölkerung kennt. Die Menschen finden es gut, dass der Unort in den nächsten Jahren angepackt werden soll."

Auch hier wird die Erinnerung an den Bach hervorgeholt: Spundwände, wie man sie von Hafenanlagen kennt, dienen als Pavillonwand. Die Metallwände werden tief in den Boden versenkt und stellen die Verbindung zu dem zugeschütteten Stadtbach her, der fünf Meter unter der Oberfläche liegt. Maximilian Lewark und Jan Lubes schlagen eine industrielle und keine romantische Ästhetik für diesen Stadtraum vor.
Auch hier wird die Erinnerung an den Bach hervorgeholt: Spundwände, wie man sie von Hafenanlagen kennt, dienen als Pavillonwand. Die Metallwände werden tief in den Boden versenkt und stellen die Verbindung zu dem zugeschütteten Stadtbach her, der fünf Meter unter der Oberfläche liegt. Maximilian Lewark und Jan Lubes schlagen eine industrielle und keine romantische Ästhetik für diesen Stadtraum vor. © TU München
Musik machen, sich mal hinsetzen: Eine temporäre offene Bühne in der Stadt schlagen Irem Doga Akgul und Sofia Avdeeva zur Vitalisierung der Herzog-Wilhelm-Straße vor. Die Studentinnen haben sich eine leichte Stahlkonstruktion überlegt. Darüber ist als Haut ein Netz gespannt. Vorteil: Der Pavillon ist fix aufgebaut und wandelbar.
Musik machen, sich mal hinsetzen: Eine temporäre offene Bühne in der Stadt schlagen Irem Doga Akgul und Sofia Avdeeva zur Vitalisierung der Herzog-Wilhelm-Straße vor. Die Studentinnen haben sich eine leichte Stahlkonstruktion überlegt. Darüber ist als Haut ein Netz gespannt. Vorteil: Der Pavillon ist fix aufgebaut und wandelbar. © TU München
Ein neuer Ort für Flohmarkt, Freiluftkino oder für eine temporäre Bar: "Stadthalle" nennen die Studenten Maximilian Kirn und Anastasiya Shalkevich ihren Vorschlag für einen großen Pavillon etwas nördlich vom Sendlinger Tor. Ihre Holzkonstruktion mit Vorhängen an den Seiten ist inspiriert von einer Markthalle in Italien. Denn in Venedig existiert ein Fischmarkt - mit Wänden, die Vorhänge sind.
Ein neuer Ort für Flohmarkt, Freiluftkino oder für eine temporäre Bar: "Stadthalle" nennen die Studenten Maximilian Kirn und Anastasiya Shalkevich ihren Vorschlag für einen großen Pavillon etwas nördlich vom Sendlinger Tor. Ihre Holzkonstruktion mit Vorhängen an den Seiten ist inspiriert von einer Markthalle in Italien. Denn in Venedig existiert ein Fischmarkt - mit Wänden, die Vorhänge sind. © TU München

Die 29 TU-Studenten aus München waren jedenfalls hochmotiviert für die Arbeit an einem coolen City-Projekt - mit Realitätsbezug.

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