Wie die Werbung in den Münchner Himmel kam

In großen Buchstaben war im Himmel über München eine Werbebotschaft zu lesen - wie das funktioniert.
| André Wagner
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In riesengroßen Buchstaben war in den letzten drei Tagen eine Werbebotschaft am Münchner Himmel zu lesen.
In riesengroßen Buchstaben war in den letzten drei Tagen eine Werbebotschaft am Münchner Himmel zu lesen. © privat

München - Wer in den vergangenen drei Tagen in den Münchner Himmel geblickt hat, dürfte sich vielleicht etwas verwundert die Augen gerieben haben. Am sonst wolkenfreien Firmament prangte ein Werbeschriftzug für den Streamingdienst Disney +, geschrieben aus lauter kleinen weißen Wölkchen.

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Doch wer hat diese Botschaft über Münchens Köpfe gesetzt? Getextet wurde der Schriftzug von fünf Flugzeugen der Firma Skytexter, einem Unternehmen mit Sitz im oberbayerischen Unterwössen.

Arbeitseinsatz in 3.000 Meter Höhe

In den Cockpits saßen vier Kunstflugpiloten und eine Kunstflugpilotin, allesamt erfahrene Flieger. In einer Flughöhe von 3.000 Metern und einem Formationsabstand von 20 bis 30 Metern, schrieb das fliegende Quintett die Werbebotschaft an den Münchner Himmel. 

Die  Piloten von Skytexter im Einsatz. Bei solch einem  Formationsflug in 3.000 Meter Höhe trennen die Flugzeuge nur 20 bis 30 Meter.
Die Piloten von Skytexter im Einsatz. Bei solch einem Formationsflug in 3.000 Meter Höhe trennen die Flugzeuge nur 20 bis 30 Meter. © Dietmar Schreiber

"Für die Schriftzüge verwenden wir umweltfreundliches Paraffinöl, dieses wird bei hoher Temperatur verdampft und mittels eines computergesteuerten Systems bringen wir die einzelnen Buchstaben an den Himmel. Es bleiben dabei keine Rückstände in der Luft, sondern nur unsere Botschaften", so David Schimm  von Skytexter.

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Etwa 200 x 200 Meter ist jeder Buchstabe groß, je nach Schriftzug kann eine Botschaft also schon mehrere Kilometer lang sein. Eine lange Verweildauer haben die Botschaften am Himmel jedoch nicht. Je nach Windstärke in 3.000 Metern Höhe verwischt der Schriftzug schon nach wenigen Minuten. Je nach Veranstaltungsort konnte er bis dahin aber schon von hunderttausenden von Menschen gesehen werden.

Die Flugzeuge sind normalerweise über ganz Deutschland verteilt. Vor einem Schreib-Einsatz am Himmel treffen sich die Piloten ein paar Tage vorher, um den Formationsflug noch einmal gemeinsam zu üben, denn solch ein Einsatz in luftiger Höhe erfordert höchste Konzentration.

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Die Einsatzorte sind vielfältig, Botschaften waren bereits über großen Sportveranstaltungen, Open Air Festivals und großen Volksfesten wie dem Münchner Oktoberfest, der Cannstatter Wasen oder dem Hamburger Hafengeburtstag zu lesen.

Die nächsten Stationen der Skytexter-Piloten sind Hamburg und Berlin, aber sie werden sicher schon bald wieder am Münchner Himmel zu sehen sein, so David Schimm.

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