Wetterextreme beim Tollwood: So lief die erste Festivalhälfte wirklich

Erst Hitzewelle, dann Unwetter: Das Tollwood musste in den ersten Festivalwochen einiges wegstecken. Zur Halbzeit ziehen die Veranstalter dennoch ein positives Fazit – die Konzertarena verzeichnet sogar ein Plus.
von  Niclas Vaccalluzzo
Zuerst Extremhitze dann Unwetter: Das Tollwood-Sommerfestival hatte heuer keinen leichten Start.
Zuerst Extremhitze dann Unwetter: Das Tollwood-Sommerfestival hatte heuer keinen leichten Start. © IMAGO/Michael Nguyen

Einen einfachen Start hatte das Tollwood-Sommerfestival nicht. Die ersten zwei Wochen waren zwar trocken und sonnig, zugleich aber auch außergewöhnlich heiß. Zuletzt zogen zudem heftige Unwetter über München. Dennoch ziehen die Veranstalter zur Halbzeit eine positive Bilanz: Rund 280.000 Besucher haben das Festival im Olympiapark bislang besucht.

Das sind zwar rund 100.000 Besucher weniger als zur Halbzeit des vergangenen Sommertollwoods. Dafür verzeichnet die Musik-Arena ein Plus: Rund 85.000 Menschen besuchten bislang die Konzerte. „Als Festival haben wir einen Ort geschaffen, an dem sich Menschen auch bei großer Hitze gerne begegnen und Kultur gemeinsam erleben. Unser Team hat täglich flexibel reagiert und das Hitzekonzept kontinuierlich angepasst“, sagt Tollwood-Sprecherin Stefanie Kneer.

Halbzeitbilanz: Wetterextreme prägen das Sommertollwood

Wie berichtet, hatten sich die Veranstalter in diesem Jahr besonders intensiv auf Hitzetage vorbereitet. Biergärten und Aufenthaltsbereiche wurden mit zusätzlichen Sonnenschirmen und Überdachungen ausgestattet. Außerdem sorgte ein „Wassereinsatz-Trio“ mit Sprühverneblern auf dem Festivalgelände für Abkühlung.

Das „Wassereinsatz-Trio“ (WET) sorgte mit Sprühverneblern auf dem Festivalgelände für Abkühlung.
Das „Wassereinsatz-Trio“ (WET) sorgte mit Sprühverneblern auf dem Festivalgelände für Abkühlung. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Das neue Amphitheater kommt offenbar gut an. Nach Angaben der Veranstalter ist es regelmäßig sehr gut besucht. Dort feierte in der ersten Festivalwoche die Produktion „Stone“ ihre Weltpremiere. „Die neue Gestaltung schafft eine luftigere und zugleich fokussiertere Atmosphäre. Gemeinsam mit den internationalen Produktionen entsteht ein Ort, an dem zeitgenössischer Zirkus zugänglich und erlebbar wird“, sagt Bastian Kabuth, künstlerischer Leiter des Tollwood-Sommerfestivals.

Für diese Konzerte gibt es noch Tickets

Noch bis zum 19. Juli läuft das Festival im Südteil des Olympiaparks. In der Musik-Arena stehen unter anderem noch Konzerte der Sex Pistols, Rick Astley, LP & Asaf Avidan, die Folkwood Night, Joss Stone & Emeli Sandé, Schmidbauer & Kälberer mit Gästen sowie Mono Inc. auf dem Programm. Für diese Auftritte sind noch Karten erhältlich. Auch für Jovanotti am 9. Juli sowie den Zusatztermin von Gerhard Polt & den Well-Brüdern gibt es noch Resttickets.

Eröffnet wurde das diesjährige Sommertollwood mit "Little Amal", einer 3,5 Meter großen Puppe, die ein zehnjähriges Flüchtlingsmädchen verkörpert.
Eröffnet wurde das diesjährige Sommertollwood mit "Little Amal", einer 3,5 Meter großen Puppe, die ein zehnjähriges Flüchtlingsmädchen verkörpert. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Abseits der Konzerte bietet das Tollwood wie gewohnt ein umfangreiches Kultur- und Kulinarikprogramm. Und wie es bisher ausschaut, in den verbleibenden Wochen auch ganz ohne Wetterextreme.

Tollwood-Sommerfestival, 19. Juni bis 19. Juli 2026, Olympiapark Süd, Mo. bis Fr. 14 bis 1 Uhr, Sa./So. 11 bis 1 Uhr

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