Weißbier und sonst nix

Noch nie wurde so wenig Bier getrunken wie heute – am besten läuft noch das Weißbier.  Und Sportler schwören auf Alkoholfreies.
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Ein gepflegtes Weißbier: Der Trend zu diesem obergärigen Bier ist ungebrochen – Sportler sollten die alkoholfreie Variante bevorzugen.
Jürgen Sieckmeyer Ein gepflegtes Weißbier: Der Trend zu diesem obergärigen Bier ist ungebrochen – Sportler sollten die alkoholfreie Variante bevorzugen.

Zum Tag des Bieres hat der Brauerbund große Sorgen: Noch nie wurde so wenig Bier getrunken wie heute – am besten läuft noch das Weißbier.
Und Sportler schwören auf Alkoholfreies.

München - Die Bayern haben es ja schon immer gewusst: Bier hat was Gesundes! So wurde rechtzeitig zum Tag des Bieres am Karsamstag bekannt: Alkoholfreies Weizen findet generell auch unter Profi- und Hobbysportlern immer mehr Zuspruch, weil es als isotonisches Getränk den Körper schneller regeneriert als Mineralwasser. Na dann, Prost!
Der bayerische Brauerbund hat das herausgefunden. Und er weiß noch mehr: Über die Trinkgewohnheiten in den bayerischen Landen.

So dominiert lediglich im Norden des Freistaats das Pils – wie im übrigen Bundesgebiet. In Südbayern liegt dagegen das Weißbier mit 42 Prozent Marktanteil unangefochten an der Spitze. Das spritzig, milde und aromatische obergärige Bier hat dort längst dem Hellen den Rang abgelaufen. Das süffige und feinwürzige Helle – im übrigen Freistaat mit dem Lagerbier vergleichbar – belegt mit gut 29 Prozent nur noch Rang zwei.

Die Niederbayern und Oberpfälzer genießen neben dem Hellen und dem Weißbier gerne ein ungespundetes, mit weniger Kohlensäure eingebrautes Kellerbier oder – speziell in der Oberpfalz – ein Zoigl-Bier. Diese unfiltrierte, naturtrübe Sorte hat ihren Namen vom „Zeichen”, einem sechseckigen Stern, mit dem die Hausbrauer früher angezeigt haben, dass sie ein frisches Bier gebraut haben.
In Franken ist das Zoigl-Bier unter der Bezeichnung Zwickl-Bier bekannt und beliebt. Neben Pils und Kellerbier erfreut sich im Norden des Freistaats auch das Weißbier wachsender Beliebtheit. Landesweit werden zu besonderen Anlässen auch besonders starke Bockbiere gebraut.

Doch die Brauer haben Sorgen: der Bierabsatz geht immer weiter zurück. Mit knapp 21,6 Millionen Hektoliter haben die 637 bayerischen Brauereien 2010 ihr bislang schlechtestes Jahr verzeichnet. Insgesamt verzeichnete die Branche ein Minus von rund 700000 Hektoliter. Lediglich alkoholfreies Bier legte zu – und zwar um 21 Prozent auf rund 1,3 Millionen Hektoliter.

Dabei genießt bayerisches Bier nach wie vor weltweit eine Sonderrolle. Knapp die Hälfte der 1325 bundesdeutschen Brauereien hat ihren Sitz im Freistaat. Einzigartig bleibt die Vielfalt. In Bayern werden mehr als 40 Biersorten gebraut. „Mit rund 4000 Marken sind rund drei Viertel aller deutschen Biermarken im Freistaat beheimatet”, sagt Michael Weiß, Präsident des Bayerischen Brauerbundes.

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